Inhalt

115 Jahre Gelderner Sankt-Martinszug - Feierstunde in der „Alten Boeckelter Schule“

Meldung vom: 02.11.2018

Martinskomitee Jubiläum 115 JahreGELDERN   Ein stolzes Jubiläum feierte das Gelderner Sankt-Martinskomitee und lud dazu alle ehemaligen Darsteller des Heiligen Martin sowie weitere Ehrengäste in die „Alte Boeckelter Schule“ ein. Am 10. November 1903 – also vor 115 Jahren - ritt St. Martin zum ersten Mal durch die alte Herzogstadt.

Wie der Vorsitzende des Komitees, Gerd Koppers, den zahlreichen Gästen in einem kurzweiligen Vortrag berichtete, ging die Initiative damals auf Wilhelm Bergmann zurück. Über eine Anzeige im „Geldernschen Wochenblatt“, die am 20. Oktober 1903 erschien, hätten „mehrere Martinsfreunde“ für den 22. Oktober zu einer Versammlung in das Lokal von Johann Kratz in der Hartstraße eingeladen. Der angestrebte Beschluss zur Veranstaltung eines „Umzuges für Kinder“ sei tatsächlich gefasst worden und Wilhelm Bergmann übernahm den Vorsitz im neu gegründeten Martinskomitee.
Am Abend des 10. November 1903 zog der Martinszug durch Geldern. Festgehalten wurde dieses Ereignis auch im „Geldernschen Wochenblatt“, das darüber berichtete, der Martinszug sei „von der Feuerwehr mit ihren Wachsfackeln sowie zwei Musikkapellen“ begleitet worden. Bemerkenswert sicherlich auch, dass sich der Zug seinen Weg durch den Garten und den Saal des Lokals von Johann Kratz bahnte. Während des Durchmarsches fand die Bescherung der Kinder mit den Martinstüten statt. Ihr Inhalt: „Äpfel, Nüsse, Kastanien und ein Weckmännchen“.
Gerd Koppers: „Wir legen auch weiterhin großen Wert darauf, dass alles, was bei uns gesammelt wird, auch wirklich in die Tüten kommt.“ In seiner Ansprache erinnerte Koppers auch an die Verdienste von Fritz Kox und Klaus Schaffrath.

Zu den ersten Gratulanten des Komitees gehörte Bürgermeister Sven Kaiser. „Man kann das eigentlich nicht oft genug sagen: Ehrenamtliches Engagement ist notwendig und wird auch weiter notwendig sein, um so schöne Dinge und Ereignisse, wie den Sankt-Martinszug, auch künftig erleben zu können. Ich danke allen Helferinnen und Helfern sehr herzlich für ihren Einsatz.“
Allen Gästen des Komitees servierte Egbert Groterhorst anschließend eine zünftige Niederrheinische Kaffeetafel. Verständlich, dass es im Laufe des Nachmittags in der urigen Atmosphäre der „Alten Boeckelter Schule“ nicht an bemerkenswerten Anekdoten mangelte.