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Alte Overhead-Projektoren der Realschule werden nach Rumänien gespendet

Meldung vom: 24.07.2020

Wieso etwas entsorgen, was anderswo noch gebraucht werden könnte? Das dachte sich auch der gemeinnützige Gelderner Verein „Friedensbrücke“, als er davon hörte, dass alte Overhead-Projektoren der Realschule An der Fleuth nicht mehr benötigt würden. Sie kommen jetzt Schülern und Studenten in Rumänien zugute.

Die Realschule An der Fleuth zieht bekanntlich nach den Sommerferien ins Schulgebäude am Westwall – so lange, bis der Schulneubau An der Ley (ehemaliger Standort der Geschwister-Scholl-Schule) fertiggestellt ist. Denn die Gesamtschule benötigt mehr Platz und ist jetzt in das bisherige Realschul-Gebäude an der Königsberger Straße eingezogen.

Einige Sachen des Realschul-Schulinventars konnten bzw. wurden deshalb nicht mehr mit ins Westwall-Gebäude genommen, unter anderem einige alte Overhead-Projektoren.

„Im Gespräch mit unserem Aufsichtsratsmitglied Doris Keuck haben wir vor Kurzem darüber gesprochen, dass es schade wäre, wenn unter anderem die alten Overhead-Projektoren entsorgt werden müssten, weil es keine Verwendung mehr dafür gibt“, sagt Felix van Huet von der Gelderner Baugesellschaft (GBG). Er koordiniert derzeit im alten Realschul-Gebäude an der Königsberger Straße die Renovierungsarbeiten für die Gesamtschule. „Doris Keuck hat dann einen Kontakt zum Gelderner Verein Friedensbrücke hergestellt.“ Und der freut sich nun, dass er einige der alten Overhead-Projektoren bald nach Rumänien spenden kann.

Die Friedensbrücke ist ein gemeinnütziger Verein, der humanitäre Hilfe für Menschen in Not leistet. Gegründet wurde er 1994 zu Zeiten des Bosnien-Kriegs. „Fast jeden Monat haben wir damals Hilfstransporte organisiert“, sagt die Vorsitzende Sigrid Marczona. Auch Transporte in den Kosovo hat es in den Jahren danach mehrmals gegeben. Seit 1999 gibt es ein Projekt in Rumänien. „Wir kooperieren mit der Sozialstation in Cluj“, sagt Heide Crnjak vom Vorstand des Vereins. Cluj-Napoca ist die zweitgrößte Stadt Rumäniens, sie liegt im Nordwesten des EU-Mitgliedstaates.  „Wir hatten dann dort angefragt, ob es Bedarf für die alten Overhead-Projektoren gibt“, sagt Marczona. „Sie können tatsächlich einige gebrauchen, für die Arbeit mit Schülern und Studenten.“ Torben Sowinski, stellvertretender Schulleiter der Realschule An der Fleuth, freute sich über die Nachricht: „Bei uns wurden die Overhead-Projektoren im Rahmen des Umzugs aussortiert und nicht mehr benötigt“, sagt er. „Also ist es doch schön, dass es anderswo noch eine Verwendung dafür gibt.“

Vor Weihnachten soll der Transport nach Rumänien über die Bühne gehen, sagt Heide Crnjak. „Normalerweise organisieren wir zweimal im Jahr einen Transport nach Rumänien. Das sind jedes Mal etwa 20 Tonnen, überwiegend Lebensmittel, die wir für Bedürftige dorthin schicken“, berichtet sie. Da der Weg dorthin lang ist, sei der Verein natürlich immer auch auf Unterstützung angewiesen. „Pro Transport entstehen Kosten von etwa 2500 Euro“, sagt das Vorstandsmitglied der Friedensbrücke. Der Verein freue sich deshalb über jegliche Unterstützung und neue Freiwillige, die sich ebenfalls im Verein engagieren möchten.

Informationen zum Verein und seinen Projekten gibt es unter www.friedensbruecke-geldern.de, Ansprechpartnerin ist Sigrid Marczona, per Mail erreichbar unter sigi.marczona@gmx.de oder telefonisch unter 02831 – 87265.