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An der Twistedener Straße erhält Lüllingen neues Feuerwehrhaus

Meldung vom: 19.06.2020

Den ersten Spatenstich für das neue Lüllinger Feuerwehrhaus ließ sich Gelderns Bürgermeister Sven Kaiser nicht nehmen.Den ersten Spatenstich für das neue Lüllinger Feuerwehrhaus ließ sich Gelderns Bürgermeister Sven Kaiser nicht nehmen. Über den Beginn der Bauarbeiten an der Twistedener Straße freuten sich (von links) Löscheinheitsleiter Bernd Bereths, Ratsmitglied Willi Kelders, Ordnungsamtsleiter Johannes Dercks, Architekt Christian Mummert, Gelderns Feuerwehrchef Dieter Arrets, Verwaltungsdirektor Achim Ingenillem, Bauleiter Thorsten Schröder und Lüllingens Ortsbürgermeister Kurt Münster.

LÜLLINGEN  Mit dem symbolischen „Ersten Spatenstich“ haben die Bauarbeiten für das neue Feuerwehrhaus der Löscheinheit Lüllingen begonnen. Das Grundstück, das von der Twistedener Straße her erschlossen wird, entsteht unweit der „Alten Schule“, in der die Lüllinger Wehr bislang beheimatet ist. Nach dem Neubau des Feuerwehrhauses für die Löscheinheit Baersdonk sind die zunächst erforderlichen Erdbewegungen und die Verlegung von Entwässerungsleitungen erste sichtbare Zeichen einer weiteren großen Investition in die gute Ausstattung der Freiwilligen Feuerwehr Geldern. Die Verbesserung der Infrastruktur ihrer Wehr lässt sich Geldern rund 1,5 Millionen Euro kosten.

Architekt Christian Mummert aus Sonsbeck, der auch für die Planung im Nierspark verantwortlich war, entwarf einen Komplex, den er bereits im Haupt-, Sozial- und Finanzausschuss detailliert den Vertretern der Politik vorstellte und dessen massives Hauptgebäude ein geneigtes Satteldach erhält. Christian Mummert: „Wir haben uns die Umgebung des neuen Feuerwehrhauses genau angesehen. Ein Gebäude in der Form eines Würfels, wie es für den Nierspark genau passend war, würde sich in Lüllingen nicht harmonisch ins Ortsbild einfügen. Mit dem geneigten Dach ist das gewährleistet und das war allen Beteiligten sehr wichtig.“ Die Fahrzeughalle, die von der Twistedender Straße aus nicht einsehbar ist, erhält hingegen ein Flachdach. Ausgeführt werden die Arbeiten durch die Bauunternehmung van Meegern aus Kevelaer.

Die neue Heimat der Lüllinger Wehr bietet Umkleiden für etwa 30 Feuerwehrleute, sanitäre Anlagen und eine Fahrzeughalle für zwei Einsatzwagen. Auch an die Ausbildung der Wehr wurde gedacht. Im Obergeschoss befinden sich ein Schulungsraum, eine überdachte Terrasse, eine Küche mit Theke sowie Büro, Abstellraum und eine weiter WC-Anlage. Ein Raum mit weiteren etwa 60 Quadratmetern entsteht im Dachboden und kann als Archiv- oder Abstellraum genutzt werden.  Bürgermeister Sven Kaiser: „Gleich zu Beginn unserer Abstimmungen haben wir darauf Wert gelegt, die Möglichkeit einer Erweiterung im Entwurf vorzusehen. Man weiß schließlich nie, welche Veränderungen auf die Freiwillige Feuerwehr zukommen.“ Die gewünschte Flexibilität bestätigte Christian Mummert. „Die Giebelstützen an der Halle sind so konzipiert, dass eine Erweiterung problemlos möglich wäre.“

Zum modernen Umfeld für die Zukunft der Löscheinheit Lüllingen passt auch das Engagement von Bürgern rund um Ratsmitglied Willi Kelders. Sie gründeten im November 2019 den „Verein zur Förderung des Informations- und Begegnungszentrums Alte Schule Lüllingen“, der sich für eine neue Begegnungsstätte einsetzt. Der Umzug von Löscheinheitsleiter Bernd Bereths und seiner Mannschaft wird somit keinen Leerstand im ehemaligen Feuerwehrhaus hervorrufen. Für die „Alte Schule“, in der der Unterricht in der Folge der kommunalen Neuordnung des Jahres 1969 endete und die mit dem Einzug der Feuerwehr einem neuen Zweck diente, wird ein weiteres Kapitel beginnen: Das Gebäude am Rochusweg soll dann zum zentral gelegenen Treffpunkt für das ganze Dorf werden.