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Artenschutz im Kunst-Atelier: Kinder bauen „Insektenhotels“

Meldung vom: 10.07.2019

Kinder bauen „Insektenhotels“GELDERN  Zu einer Aktion, die mehr Wildbienen und Insekten das Überleben in der Natur ermöglichen soll, lud die Gelderner Künstlerin Nanni Wagner in ihr Atelier „Malraum“ ein. Den Ort, der üblicherweise der Kunst dient, nutzten die jungen Baumeister Lukas Oemmelen, Camille Droop, Stella Lopez, Jan und Julia Fonteyne sowie Marlene Rauch (im Bild von links), um gemeinsam Insektenhotels zu bauen.

Nanni Wagner: „Die Kinder waren mit Begeisterung bei der Sache. Jeder hat zwei Module gebaut, so dass die Kinder jeweils eines mit nach Hause nehmen konnten, um es an einem sonnigen Platz aufzustellen.“ Die übrigen Module, so Nanni Wagner  weiter, übergaben die Kinder der Umweltschutzstelle der Stadt Geldern. Der Kurs war so angelegt, dass die Kinder viel über das Bienen- und Insektensterben erfuhren und auch darüber, welche negativen Konsequenzen ein Ausbleiben der Insekten auf die Ernte von Früchten und Gemüse hat.

Für die gelungene Aktion von Nanni Wagner bedankten sich Gelderns Umweltschutzbeauftragte Gaby Vohwinkel-Levels und ihre Kollegin Doris Schreurs (hinten von links), die gemeinsam die Insektenhotels in Empfang nahmen. Gaby Vohwinkel-Levels: „Wir finden, das ist eine richtig starke Idee und sorgen dafür, dass die an Stelen befestigten Insektenhotels da aufgestellt werden, wo auch Wildblumenwiesen angelegt wurden. Dies ist zum Beispiel im Egmondpark und an der Stadtverwaltung der Fall.“ Damit die Insekten an möglichst vielen Stellen im Stadtgebiet Nahrung finden, erhielten alle Kinder von der Stadt Geldern Tütchen mit einer Saatmischung für insektenfreundliche Blumen aus der Aktion „Geldern blüht auf.“

Der Bau der Insektenhotels ergänzt das Bestreben der Stadt Geldern, für mehr lebendige Grünflächen zu sorgen. Gaby Vohwinkel-Levels: „Auf städtischen Grünflächen und in privaten Gärten können mit ein wenig Engagement blühende Inseln für Insekten entstehen. Neben ungefüllt blühenden Pflanzen, die Nektar und Pollen für die Ernährung der Tiere liefern, benötigen Wildbienen zum Überleben auch Nistmöglichkeiten. Da kommen die Insektenhotels wie gerufen.“

Angebote in der Natur gibt es auch. Hier nisten die Tiere gern in hohlen Stängeln abgeblühter Stauden, in Hohlräumen von totem Holz oder in ungebrannten Steinen und Sandflächen. Daher ist ein vielfältig gestalteter Garten, in dem auch heimische Pflanzen blühen, ein guter Beitrag gegen das Artensterben. Gepflasterte und mit Schotter belegte Vorgärten sind hingegen ein negatives Beispiel. Ergänzt wird die Aktion durch weitere Nistkästen für Wildbienen, die durch die Stadt beschafft und in öffentlichen Grünflächen aufgestellt werden.