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Beschluss des Schulausschusses: St.-Michael-Schule soll umfassend saniert und durch einen Teil-Anbau erweitert werden

Meldung vom: 23.12.2020

Ob an der Gesamtschule, der Marienschule in Kapellen, der Albert-Schweitzer-Schule oder am ehemaligen Standort der Geschwister-Scholl-Schule in Veert, wo das neue Gebäude für die Realschule an der Fleuth entstehen soll: An vielen Gelderner Schulen finden derzeit umfassende Modernisierungsarbeiten statt. Dadurch soll die infrastrukturelle Grundlage geschaffen werden, damit die Schulen auch künftig ihre pädagogischen Konzepte bestmöglich umsetzen können.

Zuständig für die umfassenden Sanierungs- und Neubauprojekte ist die Gelderner Baugesellschaft (GBG). Bald kommt für die GBG ein weiteres dazu: der Umbau der traditionsreichen Gelderner St.-Michael-Grundschule - die nicht nur umfassend saniert, sondern auch durch einen Anbau erweitert werden soll. Der Schulausschuss folgte vor Kurzem dem Beschlussvorschlag der Stadtverwaltung und beauftragte die Gelderner Baugesellschaft sowie die Verwaltung mit der Umsetzung der geplanten Baumaßnahmen. Als Fertigstellungstermin wird das Frühjahr 2024 anvisiert. Während der Sanierung könnte die Michael-Schule temporär in das Schulgebäude am Westwall umziehen.

Thomas Mutz (Geschäftsführer Gelderner Baugesellschaft), Jutta Kentgens-Rauer GBG) und der beauftragte Gelderner Architekt Philipp von der Linde vom gleichnamigen Architekturbüro stellten der Politik ihre ersten Planungen vor, die im engen Austausch mit der Schulleitung der Michael-Schule, also mit Schulleiterin Karin Bachmann und Konrektorin Corinna Engfeld- entstanden.

Handlungsbedarf Im Rahmen der für die Gelderner Grundschulen durchgeführten Machbarkeitsstudie und dem Kölner Raumprogramm kam heraus, dass derzeit an der Michael-Schule ein Raumdefizit von 48 Prozent besteht. Um dem Platzmangel zu begegnen, ist deshalb ein zweigeschossiger Erweiterungsbau geplant.

Weitere Planungsschritte „Wir befinden uns noch am Anfang unserer Planungen“, sagt GBG-Architektin Jutta Kentgens-Rauer. „Was wir jetzt haben, ist zunächst einmal ein Vor-Entwurf, den wir Stück für Stück konkretisieren wollen.“ Deshalb folgten jetzt weitere Gespräche mit dem Kollegium der Michael-Schule und der OGS-Leitung, „um noch weiter ins Detail gehen zu können“, sagt Kentgens-Rauer. „Denn am Ende kommt es schließlich darauf an, was die Schule möchte.“ Die Vorstellungen, die man bisher habe, seien noch nicht in Stein gemeißelt. „Ob zum Beispiel die Toiletten richtigliegen oder die Bibliothek, wie die Differenzierungsräume gestaltet werden – das sind alles Punkte, die wir jetzt im weiteren Verlauf klären wollen.“

Entwurfsplan Die Michael-Schule soll im Zuge der Sanierung um einen Anbau im Nord-Westen des Bestandsgebäudes erweitert werden. Alt- und Neubau werden durch einen kleinen Innenhof verbunden. „Der historische Teil der Michael-Schule soll weiterhin sichtbar bleiben und im Vordergrund stehen, aber gleichzeitig würde der Erweiterungsbau durch die moderne Bauweise hervorgehoben“, sagt Architekt Philipp von der Linde. Unter anderem soll auch der alte Haupteingang reaktiviert werden –zur Ecke Hülser-Kloster-Gasse/Straße. „Sodass man den Eingangsbereich der Michal-Schule direkt sieht, wenn man an der Hülser-Kloster-Straße an der Schule vorbeiläuft“, erläutert von der Linde. Für das Erdgeschoß des Neubaus sieht der Entwurf unter anderem eine großzügig gestaltete Aula mit Speisesaal vor, die zum Schulhof orientiert ist. „Die Aula mit den angrenzenden Toilettenräumen kann auch für externe Veranstaltungen gesondert genutzt werden, da eine Abtrennung vom Schultrakt möglich ist“, sagt der Architekt. Im Obergeschoß soll unter anderem, der Offene Ganztag untergebracht werden. Zudem ist eine große Bewegungshalle vorgesehen, die von den Schülern, aber auch anderweitig (Vereine/Kindertagesstätten) genutzt werden könnte. „Sie soll die fehlende Turnhalle und die zwar ausreichenden, aber doch begrenzten, Außenflächen kompensieren“, sagt von der Linde.