Inhalt

Deutscher Schulpreis: ,summer sChOOL` der Gesamtschule und der Realschule An der Fleuth schafft es in Vorauswahl

Meldung vom: 22.12.2020

Helmut Holla gratulierte den beiden Schulen zum Einzug in die VorauswahlToller (Vor-)Erfolg für die Gesamtschule der Stadt Geldern und der Realschule An der Fleuth: Mit ihrer Bewerbung beim „Deutschen Schulpreis 20/21 Spezial“ haben es die beiden Schulen in die nächste Runde geschafft. Sie hatten sich mit ihrer im Sommer gemeinsam durchgeführten summer sChOOL 2020 für den Schulpreis beworben.

Im Rahmen des „Deutschen Schulpreises 20|21 Spezial“ werden innovative Konzepte ausgezeichnet, „die Schulen im Umgang mit der Corona-Krise entwickelt haben“, sagt Dr. Birgit Hartmann, stellvertretende Schulleiterin der Gesamtschule. Zusammen mit Torben Sowinski, Konrektor an der Realschule An der Fleuth, hat sie die summer sChOOL 2020 federführend organisiert und betreut.

Die beiden Gelderner Schulen schufen damit ein zusätzliches Unterrichtsangebot während der Sommerferien. Die Schülerinnen und Schüler konnten auf diese Weise nach den Schulschließungen im Frühjahr Unterrichtsinhalte wiederholen und vertiefen.

Prinzip "Schüler helfen Schülern"

140 Fünft- und Sechstklässler hatten sich damals insgesamt für das vierwöchige Ferien-Unterrichtsangebot der beiden weiterführenden Schulen in Geldern angemeldet. „Die Resonanz war viel höher, als wir damals gedacht hatten“, sagt Birgit Hartmann. In zwei jeweils zweiwöchigen Blöcken wurden die Schülerinnen und Schüler der Gesamt- und Realschule von Lehrkräften beider Schulen unterrichtet, die sich dazu freiwillig bereiterklärten.

Zusätzliche Unterstützung gab es von knapp 40 Neunt- und Zehntklässlern, die in den Unterrichtseinheiten unterstützend dabei waren – nach dem Motto: „Schüler helfen Schülern.“ Knapp 30 der älteren „Paten“ kamen von der Realschule An der Fleuth. Angeboten wurden die Fächer Englisch und Mathematik sowie „DaZ“ (Deutsch als Zielsprache). Dreimal pro Woche fanden die Einheiten statt.

„Im Oktober haben wir uns dann mit dem Projekt beim Deutschen Schulpreis 20/21 Spezial beworben“, sagt Torben Sowinski. „Jetzt kam die erfreuliche Info, dass wir es in die Vorauswahl geschafft haben.“

Insgesamt mehr als 360 Bewerbungen

Insgesamt hatten sich 366 Schulen aus ganz Deutschland beworben, darunter auch 25 Deutsche Auslandsschulen. Davon haben es nun 121 Schulen in die Vorauswahl geschafft. Das Gemeinschaftsprojekt der Gesamt- und Realschule ist dabei das einzige Kooperationsprojekt zweier Schulen unter allen 366 Bewerbungen.

Eine Jury von 60 Experten aus Wissenschaft und Praxis sichtete zuvor die Bewerbungen. Zudem fand eine Art Casting statt. „In einem Interview per Videokonferenz mit unseren Juoren – zwei Wissenschaftlern aus Klagenfurt und Leipzig – sollten wir Motivation, Ziele und Umsetzung unseres Projektes nochmal näher erläutern“, berichtet Torben Sowinski.

In einer dreitägigen Sitzung wurden die Bewerbungen anschließend innerhalb der Jury nochmals diskutiert und die Vorauswahl getroffen.

Wie geht es jetzt weiter? „Alle Schulen, die es in die nächste Runde geschafft haben, werden nun zu einem digitalen Schulpreis-Camp im kommenden Februar eingeladen“, sagt Dr. Birgit Hartmann. „Dort können sich die Schulen miteinander vernetzen und zusammen an ihren Konzepten arbeiten.“ Unterstützung erfahren sie dabei von pädagogischen Experten aus Wissenschaft, Praxis und Verwaltung.

Bundespräsident zeichnet Preisträger aus

Nach dem Digital-Camp werden die Ergebnisse von den Experten ausgewertet und bis zu 15 Schulen für den „Deutschen Schulpreis 20/21 Spezial“ nominiert. „Die sechs Preisträger erhalten jeweils ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro“, sagt Torben Sowinski. Die übrigen neun Schulen, die nominiert wurden, erhalten ebenfalls einen Anerkennungspreis in Höhe von 5.000 Euro. Ein weiteres Highlight: Die Auszeichnung der Preisträger übernimmt im Frühjahr Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

Beim Schulträger, der Stadt Geldern, freut man sich für die bisherige Auszeichnung. „Mit der summer sChOOL 2020 haben die Gesamtschule und die Realschule An der Fleuth ein tolles und innovatives Schulprojekt ins Leben gerufen. Dass sie nun in die Vorauswahl des Deutschen Schulpreises Spezial gekommen sind, ist eine klasse Bestätigung ihrer bisherigen Arbeit“, sagt Gelderns Schuldezernent Helmut Holla. Hervorzuheben sei insbesondere, „dass es sich bei der summer sChOOL 2020 um ein gemeinsames Projekt zweier weiterführender Schulen aus Geldern handelt. Das freut uns natürlich besonders“, ergänzt Holla.

Dr. Birgit Hartmann und Torben Sowinski kündigten übrigens noch eine weitere gute Nachricht an: „Wir werden auch 2021 wieder ein summer sChOOL-Projekt in den Sommerferien anbieten.“