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Ehrenamtliche nähen Masken in der Gemeinschaftsunterkunft an der Walbecker Straße

Meldung vom: 07.05.2020

Sie nähen derzeit freiwillig Masken - von links: Christa Schlangmann, Houwaida Souissi, Wajdan Mkayed, Gertrudis Werdowski, Sigrid Akman, Zarafat Soudani, Dalal Al HanmoudSie nähen derzeit freiwillig Masken - von links: Christa Schlangmann, Houwaida Souissi, Wajdan Mkayed, Gertrudis Werdowski, Sigrid Akman, Zarafat Soudani, Dalal Al Hanmoud

Geldern „Wir wollten Hilfe zur Selbsthilfe fördern, damit Alltagsmasken für die möglich gewordenen Lockerungen zur Verfügung stehen ", sagt Sigrid Akman, Flüchtlingskoordinatorin der Stadt Geldern. Sie hat die derzeit laufende Aktion in der Gemeinschaftsunterkunft an der Walbecker Straße ins Leben gerufen. Dort nähen seit einigen Tagen Ehrenamtliche, zusammen mit Bewohnern verschiedener Unterkünfte der Stadt Geldern, in kleinen Gruppen und unter Beachtung der Hygienevorschriften Masken. Weitere Freiwillige nähen von Zuhause aus. Die Anzahl der freiwilligen Näher wächst dabei stetig. Fast 100 Masken sind schon fertig, die ersten wurden schon verteilt.

Einige der Freiwilligen sind zwar noch „Näh-Anfänger", ihnen zur Seite steht aber unter anderem Gertrudis Werdowski, die sie anlernt. Die Ehrenamtlerin näht im und für den Nähtreff im Barbaraviertel der Bürgerinitiative Barbaraviertel (BIB). Dort näht sie mit Interessierten und leitet auch dort das Nähen an. „Als Sigrid Akman angefragt hat, ob wir unterstützen wollen, habe ich direkt zugesagt", sagt Werdowski. Die BIB unterstützt auch materiell, indem sie den Freiwilligen direkt Nähmaschinen zur Verfügung stellte. „Der Stoff wurde größtenteils gespendet oder über das Gelderner Fairkaufhaus besorgt", sagt Akman. Man könne zwar keine Massen produzieren, „darum geht es aber auch gar nicht", sagt Akman. „Wir wollen ja nicht in Konkurrenz zu den gewerblichen Herstellern treten." Um Helfer zu finden, kontaktierte sie ihr Netzwerk. So kam auch Christa Schlangmann an Bord, die über die VHS dazustieß. „Es hat zeitlich gepasst, also war klar, dass ich helfen wollte", sagt sie.

Dass sich so schnell Menschen zusammengefunden haben, die sich bisher nicht kannten, um sich gemeinsam für andere einzusetzen, freut Akman. Sie ist sicher, „dass sich das auch in der Nach-Corona-Zeit fortsetzen wird."

Wer Materialspenden (Baumwolle, Gummis, Spulen) oder Nähmaschinen verleihen oder günstig abzugeben hat, wendet sich bitte an Sigrid Akman unter sigrid.akman@geldern.de oder 02831/398-611.