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Folgen der Corona-Krise und Entwicklung der Glockengasse - Wirtschaftsförderung und GWS sprechen über Innenstadt-Entwicklung

Meldung vom: 18.05.2020

Wirtschaftsförderer Lucas van Stephoudt, City-Managerin Janette Heesen und GWS-Geschäftsführerin beim gemeinsamen Austausch bei der GWS (v.l.).Wirtschaftsförderer Lucas van Stephoudt, City-Managerin Janette Heesen und GWS-Geschäftsführerin beim gemeinsamen Austausch bei der GWS (v.l.).

GELDERN In einem Gespräch mit Paul Düllings, Geschäftsführer der Gelderner Wohnungsgenossenschaft GWS, haben sich Gelderns Wirtschaftsförderer Lucas van Stephoudt und City-Managerin Janette Heesen über bisherige Auswirkungen der Corona-Krise, den Anlauf der neuen Internetplattform „www.geldern-lokal.de“ und die Entwicklung der Gelderner Innenstadt ausgetauscht.

Ein Thema war unter anderem der geplante Teilumzug der Stadtverwaltung in die Innenstadt in das Gebäude Ecke Markt/Glockengasse. Die Verwaltung hatte Anfang des Jahres den Vorschlag gemacht, die Bereiche des Ordnungsamtes mit dem Bürgerbüro und dem Amt für Tourismus und das Kulturbüro in die Innenstadt zu verlagern. Die Politik stimmte der Idee im Hauptausschuss auch schon zu. Eine detailliertere Planung wird von der Verwaltung derzeit noch ausgestaltet. Eigentümerin des vorgesehenen Gebäudekomplexes (Glockengasse 1/Markt 18) ist die GWS.

Paul Düllings und Janette Heesen vor dem Gebäude der GWS in der GlockengasseProfitieren würde von dem Teilumzug der Verwaltung langfristig – auch bedingt durch den Bau des Kapuzinerplatzes und des neuen Edekas am alten Berufskollegs – auch die Glockengasse, waren sich Düllings, van Stephoudt und Heesen einig. „Für die Zukunft der Glockengasse wäre der Umzug auf jeden Fall eine Aufwertung“, sagt Wirtschaftsförderer Lucas van Stephoudt. „Und für die Innenstadt wäre es ohnehin eine Belebung“, sagt Citymanagerin Janette Heesen. Düllings freute sich, dass der Verwaltungs-Vorschlag von den Gelderner Politikern gut aufgenommen wurde: „Wir sind schon in konkreten Planungen für die Räumlichkeiten.

Der Geschäftsführer der GWS schilderte van Stephoudt und Heesen zudem, wie sich die Corona-Krise auf die Geschäftsbereiche der GWS konkret ausgewirkt hat. Im Bereich der Gewerbeimmobilien habe die GWS schon im März, als die meisten Einzelhändler ihre Geschäfte schließen mussten, schnell entschieden, dass die Einzelhändler ihre Kaltmieten stunden könnten. Weil die Läden auch im April zublieben, „haben wir gesagt, dass wir uns die Schäden teilen“, sagt Düllings. Die GWS hat den Gewerbetreibenden, die schließen mussten, deshalb die Hälfte der Kaltmieten erlassen. Auch für Mai gelte dieselbe Regelung für die Geschäftsinhaber, die ihre Läden immer noch nicht öffnen dürfen beziehungsweise durften. Durch diese Regelung habe die GWS auf Mieten in Höhe von ca. 18.000 Euro verzichtet.  „Und das Angebot, die restlichen Mieten stunden zu können, gilt darüber hinaus nach wie vor“, sagt Düllings.  Um die Einzelhändler in der Krise zu unterstützen, machte von Stephoudt noch einmal deutlich, dass die Wirtschaftsförderung Unternehmern auch weiterhin unterstützend zur Seite stehe – etwa mit den Angeboten auf der Internet-Plattform „geldern-lokal.de“.

Im Bereich der privaten Mietbestände der GWS sei die Situation erfreulicherweise eine andere gewesen, berichtete Düllings. „Insgesamt haben wir nur drei Anfragen privater Mieter erhalten, ob wir aufgrund von Kurzarbeit deren Miete stunden könnten“, sagte der GWS-Geschäftsführer. „Wir sind aber nach wie vor immer gesprächsbereit, mit unseren Mietern in Ausnahmefällen individuelle Lösungen zu finden.“