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Gelderner Bürgerpreis - „Dä Geldersche Wend“ ganz im Zeichen starker Gelderner Frauen

Meldung vom: 24.09.2021

Dä Geldersche WendSchon seit vielen Jahren würdigt die Stadt Geldern das ehrenamtliche Engagement der Bürgerinnen und Bürger mit dem Ehrenpreis der Herzogstadt, „Dä Geldersche Wend“. Nach dem coronabedingten Ausfall im Vorjahr fand die Veranstaltung nun in einem besonderen Ambiente statt – im sanierten und neugestalteten Refektorium am Ostwall.

Es war ein toller und angemessener Veranstaltungsort für den „Gelderschen Wend“, da waren sich alle Beteiligten nach dem Ende der Preisverleihung einig. Auch die diesjährigen Preisträgerinnen, die sich mit ihren Gästen im traditionsreichen Refektorium sichtlich wohlfühlten.

Die Preisverleihung stand in diesem Jahr ganz im Zeichen „starker Gelderner Frauen“. Ausgezeichnet mit dem „Gelderschen Wend“ wurden Inge Giesen - für ihre ehrenamtliche Tätigkeit im Kunstverein Gelderland und in der Sozial- und Flüchlingshilfe – sowie Dr. Christel Stibi-Bergmann und Margret Michels für ihr Engagement für Haus Burgeck.

"Alleine hätte man nichts bewegen können"

Viele Jahrzehnte engagierten sich die beiden Geldernerinnen Dr. Christel Stibi-Bergmann und Margret Michels in der Begegnungstätte der katholischen Kirchengemeinde, führten unter anderem den Mittagstisch ein oder richteten den Nachmittagskaffee aus und schufen so über viele, viele Jahre eine wöchentliche Anlaufstelle für Senioren.

Über Jahre, Monate, Wochen und Tage seien Dr. Christel Stibi-Bergmann und Margret Michels mit Herz und Liebe, mit der gebotenen Sorgfalt und mit dem besonders hervorgehobenen Blick für den Wert schöner Dinge in einer gepflegten Umgebung den Menschen ein verlässlicher Partner gewesen, würdigte sie Bürgermeister Sven Kaiser in seiner Laudation.

Dr. Stibi-Bergmann gab den Dank – auch im Namen von Margret Michels - anschließend weiter an das gesamte Haus-Burgeck-Team, welches der Preisverleihung ebenfalls bewohnte. „Denn alleine hätte man nichts bewegen können“, merkte die Preisträgerin an.

Auszeichnung für Tätigkeit im Kunstverein und in der Sozial- und Flüchtligshilfe

In seiner Laudatio für Inge Giesen bedankte sich Kaiser für ihr soziales Engagement in der Sozial- und Flüchtlingshilfe sowie im Kunstverein Gelderland, zu deren Gründungsmitgliedern sie zählt. Seit mehr als 30 Jahren kümmere sich Inge Giesen vor allem im Hintergrund um viele Angelegenheiten des Vereins, wenn es zum Beispiel darum geht, Verträge abzuschließen oder Hallen anzumieten. Noch heute ist sie im Vorstand des Vereins tätig, zudem noch Geschäfts- und Schriftführerin.

Insbesondere das Verhandeln gehöre zu ihren Stärken, sagte Sven Kaiser in seiner Laudatio. „Der ein oder andere Künstler beziehungsweise deren Management soll ihre knallharte Verhandlungstaktik zu spüren bekommen haben.“ Für den Kunstverein, der Inge Giesen als Preisträgerin vorgeschlagen hatte, habe sie aber immer mit Erfolg verhandelt - denn Größen wie Dieter Nuhr, Ralf Schmitz oder Hape Kerkeling kamen für die Kunstvereins-Veranstaltungen im Laufe der Jahre nach Geldern.

In der Flüchtings- und Sozialhilfe habe Inge Giesen außerdem über viele Jahre zum Beispiel ausländischen Kindern in der Michaelschule ehrenamtlich beim Deutsch lernen geholfen oder geflüchteten Familien durch ihr Engagement dabei geholfen, in Deutschland Fuß zu fassen. Durch ihre Tätigkeiten habe sie „einen großartigen Beitrag für die Gesellschaft und die Stadt Geldern geleistet“, würdigte Kaiser ihre Verdienste.

Bronzemedaillengewinnerin aus Tokio als Überraschungsgast

Als Überraschungsgast war außerdem Regine Mispelkamp ins Refektorium gekommen. Die Hartefelderin gewann vor wenigen Wochen in Tokio bei den Paralympics die Bronzemedaille im Dressurreiten (Einzel-Kür) und durfte sich nun ins Goldene Buch der Stadt eintragen. Zur Freude der Anwesenden hatten sie extra ihre Medaille mitgebracht und stand anschließend für Fotos mit den Gästen zur Verfügung.

Organisiert wurde „Dä Geldersche Wend“ wieder vom Gelderner Tourismus- und Kulturbüro um Leiter Rainer Niersmann samt Team. Für den kulinarischen Part war der Gelderner Gastronom Daniel Thomas zuständig. So durften die Gäste nicht nur über ein 3-Gänge-Menü, sondern auch die tolle Bewirtung durch das Thomas-Team genießen.