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Kreisverkehr am Geldertor: Erster Bauabschnitt beginnt am 23. Februar

Meldung vom: 21.02.2021

Stefan Abend und Jeanette ScholtenAm kommenden Dienstag, 23. Februar, beginnen die ersten Arbeiten für den Bau des neuen Kreisverkehrs am Geldertor/Ostwall. Aufgrund des Schneefalls und der damit einhergehenden Witterungsbedingungen wurde der ursprüngliche Baustart für den ersten Bauabschnitt um eine Woche verschoben. Eigentlich sollten die ersten Arbeiten schon am Montag, 15. Februar, beginnen.

Das Projekt ist insgesamt in fünf Bauabschnitte unterteilt.

Die Arbeiten im ersten Bauabschnitt: Der erste Bauabschnitt umfasst Arbeiten der Stadtwerke im Bereich der Kreuzung Geldertor, Friedrich-Spee-Straße und Vogteistraße. Dort entstehen seitens der Stadt Geldern zudem Querungshilfen.

  • Die zwei Querungshilfen in der Straße am Geldertor dienen der sicheren Überquerung der Fußgänger. Die Querungshilfen werden barrierefrei hergestellt.

Dadurch wird die Situation für Fußgänger und Radfahrer in diesem Bereich verbessert. Der erste Bauabschnitt nimmt etwa einen Monat in Anspruch.

Beeinträchtigungen für die Bürger

  • Im ersten Bauabschnitt wird ein Teil der Vogteistraße für Fahrzeuge gesperrt werden.
  • Die Arbeiten im Bereich der Straße Geldertor sollen in Teilabschnitten hergestellt werden.
  • Hier wird es somit zu keinen Sperrungen oder Umleitungen kommen.

Zweiter Bauabschnitt:

  • Erst ab dem zweiten Bauabschnitt wird es eine Einbahnregelung in Fahrtrichtung Ostwall (aus Geldertor und Südwall) geben.
  • Die Gelderstraße wird in Fahrtrichtung gedreht (Einbahnregelung) und über den öffentlichen Parkplatz am Südwall abgeleitet.
  • Diese Umleitungsstrecke bleibt dann während der gesamten Bauzeit bestehen

Weitere Arbeiten im ersten Bauabschnitt

  • Die Tiefbauarbeiten der Deutsche Telekom GmbH für die Erneuerung der Telekommunikationslinien in der Straße am Südwall sind weitestgehend erfolgt.
  • Die Einbindung der Leitungen in das Multifunktionsgehäuse befindet sich in den letzten Zügen.
  • Das Multifunktionsgehäuse wurde versetzt.
  • Die Telekommunikationslinien im Bereich der Straße am Südwall wurden erneuert

Die anderen Träger (Stadtwerke Geldern GmbH, Westnetz) werden im Zuge der städtischen Arbeiten tätig.

  • Im Zuge des Neubaus des Kreisverkehrs sollen auch alle alten Gas- und Wasserleitungen sowie Stromleitungen erneuert werden.
  • Die Erdarbeiten für die Erneuerung der Gas- und Wasserleitungen führt die Firma Stratmans aus
  • Die Arbeiten für die Stadtwerke Geldern GmbH werden parallel in jedem Bauabschnitt mit ausgeführt.

Hier finden Sie auch noch einmal alle Infos zum Projekt "Kreisverkehr Ostwall/Geldertor - Pressemitteilung vom 18. Januar:

Das Projekt Kreisverkehr am Ostwall/Geldertor

Sie benötigen viel Platz und lassen sich nicht überall verwirklichen. Aber wenn genügend Raum zur Verfügung steht, bieten sie hervorragende Möglichkeiten zur Stadtgestaltung. Die Rede ist von Kreisverkehren, denen der Ruf vorauseilt, den Verkehrsfluss zu beschleunigen, die Geschwindigkeit von Fahrzeugen aber effektiv zu senken. In Geldern steht der Bau eines weiteren Kreisels an der Kreuzung von Süd- und Ostwall mit der Gelderstraße und dem Geldertor an, einer großen und belebten Kreuzung, die den erforderlichen Platz bietet.

Unmittelbar vor dem neuen Ja-Hotel soll dabei auch die Möglichkeit genutzt werden, die Stadteinfahrt von Süden her attraktiver zu gestalten. Dabei traf die Entscheidung pro Kreisverkehr auch auf die Zustimmung der Bezirksregierung. Gelderns Erster Beigeordneter Tim van Hees-Clanzett freut sich über eine Projektförderung von 70 Prozent. Mit dieser Zusage geht die Stadt Geldern die Neugestaltung des Knotenpunktes an. Die Förderung macht das Investitionsvolumen von gut 1,1 Millionen Euro erträglich, zumal ein Kreisverkehr deutlich weniger Folgekosten als eine Ampelkreuzung verursacht.

Wenn die Witterung es zulässt, soll der Bau am 15. Februar starten. Während einer Bauzeit von rund neun Monaten wird es eine Pause geben. Die wurde vorsorglich vereinbart – für den Fall, dass die Pfingstkirmes stattfinden darf. Dem größten Gelderner Volksfest soll der Bau des neuen Kreisels nicht im Weg stehen. Dem überörtlichen Verkehr soll bereits großräumig eine Umleitung angeboten werden. Zum Beispiel von der B 58 aus über Stettiner- und Vernumer Straße bis zur Duisburger Straße (L 478) und von dort aus weiter bis zur B 9.

Bauausführendes Unternehmen ist die Firma Stratmans aus Geldern. Beteiligt ist auch das Ingenieurbüro Stewering, das die Bauarbeiten begleitet. Wie bei allen Tiefbau-Projekten in der Gelderner Innenstadt, steht die Baustelle auch unter archäologischer Beobachtung. Schließlich ist der benachbarte Mühlenturm bekanntlich einmal Teil der Stadtbefestigung gewesen.

Ebenfalls mit dabei sind die Stadtwerke Geldern. Frank Hackstein, Leiter des Tiefbauamtes: „Wir stimmen uns immer zeitig mit den Partnern ab. So werden auch diesmal die Stadtwerke die Gelegenheit nutzen, ihre Versorgungsleitungen an dieser Stelle zu erneuern. Neben den Straßen-, Beleuchtungs- und Tiefbauarbeiten für den Kreisel wird die Stadt Geldern zudem einen Teil des Regenwasserkanals im Ostwall erneuern und größer dimensionieren.“

Mit einem Durchmesser von 32 Metern ist ein großzügiger Ausbau des Kreisverkehrs möglich. Entgegen einer früheren Planung wird dabei das Tankstellengrundstück am Geldertor nicht in Anspruch genommen. Jeanette Scholten, Projektverantwortliche im Gelderner Rathaus: „Wir unterteilen das Projekt in fünf Bauabschnitte. Der erste davon nimmt etwa einen Monat in Anspruch. Er umfasst Arbeiten der Stadtwerke im Bereich der Kreuzung Geldertor, Friedrich-Spee-Straße und Vogteistraße. Dort entstehen unsererseits auch Querungshilfen, denn wir denken auch an weitere Verbesserungen für Fußgänger und Radfahrer.“

Während dieser Arbeiten muss die Vogteistraße bis Hausnummer 11 gesperrt werden. Die Zufahrt zur PM-Tankstelle bleibt möglich. Fußgänger und Radfahrer sind nicht betroffen.

Erst im zweiten Bauabschnitt wird es eine Einbahnregelung für den Verkehr aus dem Geldertor und aus dem Südwall in Fahrtrichtung Ostwall geben. Damit auch Fahrzeuge, die sich über den Ostwall der Baustelle nähern, daran vorbeikommen, arbeiten die Planer mit einem „Bypass“, wie man ihn vom Bau des Kreisverkehrs am Krankenhaus in Erinnerung haben dürfte.

„Wir drehen die Fahrtrichtung von Gelder- und Breestraße und leiten den Verkehr aus der Innenstadt über den öffentlichen Parkplatz am Ja-Hotel auf den Südwall. Von dort aus können sie dann die Baustelle passieren“, erläutert der Leiter der Erschließungsabteilung, Stefan Aben. Genau diesen Weg könnten dann über Kapuziner-, Bree- und Gelderstraße auch Fahrzeuge nehmen, die vom Ostwall kommen.

„Um die Abläufe zügig abzuwickeln, sind 48 Wochenstunden mit den Mitarbeitern vereinbart worden. Die Stadt Geldern wird alle betroffenen Anwohner über die einzelnen Baufortschritte schriftlich informieren. Eine intensive Berichterstattung über die Presse und die sozialen Medien soll das Projekt begleiten“, kündigt Bürgermeister Sven Kaiser an.

Fragen zur Planung und zu den Abläufen beantwortet Jeanette Scholten. Sie ist im Rathaus erreichbar unter Telefon 02831 – 398323 (jeanette.scholten@geldern.de).