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Kröten wandern - Naturschützer bitten Autofahrer um Rücksicht

Meldung vom: 12.02.2019

Die Naturschutzjugend setzt sich ein für den Amphibienschutz. Hier bei der Reparatur eines Krötenschutzzaunes auf der Boeckelt.GELDERN  Der Regen der letzten Tage hat den Boden gut durchfeuchtet. Sobald nun die Temperaturen steigen werden sie aktiv. Dann gibt es für die Amphibien kein Halten mehr. Sie machen sich auf den Weg zu ihren Laichgewässern. Kröten, Frösche und Molche sind unterwegs und nach wie vor ist das Überqueren von Straßen ihr größtes Problem. Trotz vieler Krötenzäune, die von zahlreichen ehrenamtlich tätigen Naturschützern aufgebaut und immer wieder repariert werden, endet für viele Tiere die Wanderung auf dem Asphalt.

Um hier schützend einzugreifen, werden die Kraftfahrzeuge an bestimmten Stellen nachts ausgesperrt. So zum Beispiel am Marktweg, zwischen Hartefelder Dyck und Eckesdyck. Hier schließen ehrenamtliche Helfer am Abend gegen 19 Uhr eine Schranke. Morgens ab 7.30 Uhr ist der Weg für Fahrzeuge wieder frei. Die Tierschützer rund um Hermann-Josef Windeln von der Ortsgruppe Issum-Geldern im Naturschutzbund Deutschland (NABU) bitten die Kraftfahrer um Verständnis für diese Maßnahme. „Kröten und Molche verdienen unsere Aufmerksamkeit. Sie nehmen im Ökosystem eine wichtige Rolle ein“, erklärt Hermann-Josef Windeln. Gleichzeitig appelliert die Stadt Geldern an die Eigenverantwortung der Autofahrer. An bekannten Stellen, wie zum Beispiel auf der Vernumer Straße, am Grünen Weg, am Deckersweg, am Bartelter Weg, am Droyenweg und an der Waltersheide weisen Schilder auf die wandernden Kröten hin.

Doris Schreurs von der Umweltschutzstelle im Gelderner Rathaus: „Vor allem Gewässer mit angrenzenden Waldgebieten sind wichtig für Amphibienpopulationen. Dazu gehören im Gelderner Stadtgebiet insbesondere die Fleuthkuhlen, der Heitkampsee und der Welbers See sowie kleine Gewässer an der Verumer Straße, auf der Boeckelt und am Grünen Weg.“