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Lise-Meitner-Aula vor Veränderung - Bedarfsanalyse soll die Basis bilden

Meldung vom: 26.02.2020

Waren bei der Installation des neuen Vorhangs der Aula im Lise-Meitner-Gymnasium dabei: Hausmeister Ludger Kaenders (links) und der Leiter des Kulturbüros, Rainer Niersmann.Waren bei der Installation des neuen Vorhangs der Aula im Lise-Meitner-Gymnasium dabei: Hausmeister Ludger Kaenders (links) und der Leiter des Kulturbüros, Rainer Niersmann.

GELDERN Unter dem Oberbegriff „Aula neu“ hatte sich Gelderns Kulturausschuss mit dem Raumangebot der Aula im Gelderner Lise-Meitner-Gymnasium befasst. Auf Antrag der SPD-Stadtratsfraktion schilderte die Verwaltung zunächst den aktuellen Zustand des Gebäudes, das 806 Sitzplätze bietet und daher sehr bedeutsam für das kulturelle Angebot in Geldern ist.

Letztlich verständigte sich der Ausschuss darauf, seine nächste Sitzung, die voraussichtlich am Mittwoch, 29. April, stattfindet, in die Aula zu verlegen. Hierbei soll auch die Gelegenheit zu einem Rundgang geboten werden, um auch einen Blick hinter die Kulissen der Theaterstätte zu werfen.

Ein erster Schritt zu einem möglichen Umbau oder einer Neugestaltung soll jedoch eine Bedarfsanalyse sein. „Dazu möchten wir alle uns bekannten Akteure, die die Aula für ihre Veranstaltungen nutzen, anschreiben und deren Bedarfe abfragen“, erklärt der Leiter des Gelderner Kulturbüros, Rainer Niersmann. So seien bei einigen Produktionen, wie zum Beispiel bei größeren Kindermusicals, die Bühnenmaße nicht ausreichend. Auch das Landestheater Neuss habe dies bereits beklagt. Ein weiteres Thema, so Rainer Niersmann weiter, sei das Anliegen, den Raum flexibler gestalten zu können. Zum Beispiel dadurch, dass die vorhandene feste Bestuhlung entfernt würde. Ebenfalls möglich wäre es, nur einen Teil des Parketts für Tische und Stühle vorzubereiten und diese Freifläche dann mit einer Faltwand abzutrennen. So könnte dieser Bereich vielseitiger genutzt werden und sei vielleicht auch für Veranstalter interessant, die bislang die Aula wegen ihrer Größe gemieden haben.

Zu den Maßnahmen, die ohnehin innerhalb der nächsten fünf Jahre angegangen werden müssten, gehören die Erneuerung der Sitze im Parkett und auf dem Balkon sowie der Licht- und Tontechnik und eine Überarbeitung der Lüftung. Auch das Einbeziehen des jetzigen Verwaltungstraktes der Schule in das Foyer wurde geschildert, müsste aber zunächst hinsichtlich der Machbarkeit noch genau geprüft werden. Bereits eingetroffen und installiert wurde indes der neue Vorhang des Theaterhauses.

Rainer Niersmann: „Die Bedarfsabfrage ist uns am Beginn des Prozesses enorm wichtig. Hier könnten sich selbstverständlich auch Akteure melden, für die die Aula erst interessant wird, wenn Änderungen erfolgen.“ Die Bewertung aller Eingaben und die Ausarbeitung eines Konzepts für ein neues Raumangebot soll dann im Rahmen von Workshoparbeit erfolgen.

Dass die Aula schon jetzt sehr bedeutsam für verschiedene Nutzer ist, steht außer Frage. Neben der Stadt Geldern selbst, sind viele Vereine, Schulen und externe Kulturveranstalter regelmäßig zu Gast. So ist die Aula im Lise-Meitner-Gymnasium durchschnittlich an mehr als 60 Tagen im Jahr belegt. Besonders erfolgreich läuft die städtische Theaterreihe. Hier waren durchschnittlich 765 Besucher zu Gast. Dies entspricht einer Quote von 95 Prozent.

Die Sitzung des Kulturausschusses ist öffentlich.