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Seniorenbeirat Geldern informiert sich aus erster Hand: St. Clemens Hospital investiert in die Zukunft

Meldung vom: 02.07.2018

GELDERN   Mit einem Vortrag über die derzeitige Situation des Sankt-Clemens-Hospitals informierten dessen kaufmännischer Direktor, Christoph Weß, und Pflege-Direktor Andreas Kohlschreiber die Mitglieder des Seniorenbeirates der Stadt Geldern. Dabei durfte auch ein Ausblick auf die Vergrößerung des Hospitals nicht fehlen. Damit folgten die Referenten einer Einladung des Beiratsvorsitzenden Dieter Schade und dessen Stellvertreterin Marlies van Treeck.

Christoph Weß signalisierte gleich zu Beginn seiner Ausführungen seine Unzufriedenheit mit einer Tendenz in der überregionalen Berichterstattung zum Gesundheitswesen. „Immer wieder lese ich von der angeblichen Notwendigkeit, medizinische Leistungspunkte im ländlichen Bereich zu schließen, um sie in die Ballungszentren zu verlagern. Das kann nicht der richtige Weg sein“, formulierte Christoph Weß und forderte die Vertreter der örtlichen Politik auf, wachsam zu sein. Dabei sei es nicht egal, wie sich die Region positioniert. Ein Gesundheitsangebot in entsprechend guter Qualität müsse auch in der Region weiterhin das Ziel aller Akteure sein, so Christoph Weß.

Das Sankt-Clemens-Hospital sei auf gutem Weg zu einem Generationen-Zentrum mit breitem medizinischen Angebot und Spezialisierungen in wichtigen Bereichen. Dabei verwies Weß beispielhaft auf eine 24-stündige Bereitschaft für die Endoskopie, die hohe Kompetenz in weiteren Fachbereichen und auf die Vernetzung mit Facharztpraxen und Dienstleistern im Gesundheitszentrum. Auch die Bedeutung des Hauses als einer der größten Arbeitgeber der Region mit knapp 700 Mitarbeitern ließ er nicht unerwähnt.

Durchaus selbstkritisch fiel seine Feststellung zur sanitären Ausstattung des Sankt-Clemens-Hospitals aus. Es sei bekannt, dass Duschräume in den Stationen nicht mehr zeitgemäß seien. Jedoch wolle man auch künftig nach dem Grundsatz handeln, die medizinische Einrichtung vorrangig zu behandeln.

Der Neubau eines Bettenhauses diene der Qualitätssteigerung, werde aber auch benötigt, um nach dessen Fertigstellung Abteilungen nach und nach leerzuziehen, damit im Altbestand die Sanierung beginnen kann. Die Zimmer im Neubau seien zudem fast zehn Quadratmeter größer als bisher, ergänzte der Pflegechef des Gelderner Krankenhauses, Andreas Kohlschreiber. Dabei verwies er auf die moderne Gestaltung und die Positionierung der Schränke zwischen den Betten, um mehr Intimsphäre für den einzelnen Patienten zu schaffen. Sogar eine spätere Erweiterung des Gebäudes sei bereits jetzt in den Plänen von Architekt Engelbert Hanßen berücksichtigt. Christoph Weß: „Bereits in den letzten zehn Jahren wurden rund 19 Millionen in die Entwicklung des Hauses investiert. Für den Neubau wenden wir erneut rund 9 Millionen Euro auf.“

Bei der im Anschluss an den Vortrag aufkommenden Diskussion der Beiratsmitglieder zum Bau eines neuen Parkplatzes am Gelderner Krankenhaus setzt der Seniorenbeirat auf einen Austausch mit den Stadtwerken, die als Investor auftreten. Marlies van Treeck: „Wir müssen auch an die Menschen denken, die Angehörige oft besuchen und einen erheblichen Teil der Betreuung übernehmen. Hier würden wir es begrüßen, wenn hinsichtlich anfallender Gebühren verträgliche Lösungen angeboten werden. Dafür wird sich der Seniorenbeirat einsetzen.“