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Stadt Geldern gibt Baumgutscheine an Bürger aus – Anträge können ab sofort gestellt werden

Meldung vom: 31.08.2022

Die Stadt Geldern möchte Klimaschutz in ihrer Stadt durch aktives Handeln unterstützen und fördert die Pflanzung neuer Bäume. Im Vorjahr wurde die Ausgabe von Baumgutscheinen im Ausschuss für Umwelt, Mobilität und Liegenschaften beschlossen. Anträge können ab sofort gestellt werden.

„Die Ausgabe der Baumgutscheine soll einen Anreiz setzen, sich für die Pflanzung eines Baumes im eigenen Garten zu entscheiden und die Anzahl der Baumneupflanzungen zu erhöhen“, informiert Monika Quinders, Klima- und Umweltschutzbeauftragte der Stadt Geldern. „Bäume nehmen nicht nur CO2 aus der Luft auf und sind somit Speicher für Treibhausgase, sie spenden auch Schatten und schützen vor Hitze.“ Außerdem dienen Bäume als Luftbefeuchter, indem sie Wasser über ihre Blätter verdunsten. Außerdem filtern sie Feinstaub, Bakterien und Pilzsporen aus der Luft.  

Das Förderprogramm

Mit dem kommunalen Förderprogramm wird die Baumpflanzung von heimischen Laub- und Obstbäumen mit bis zu 100 Euro pro Antragsteller unterstützt. „Insgesamt steht ein Budget in Höhe von 25.000 Euro zur Verfügung“, berichtet Quinders. 

Das Antragsverfahren ist wie folgt ausgestaltet: Es genügt ein formloser Antrag per E-Mail an baumgutscheine@geldern.de oder alternativ per Post an Stadt Geldern, Bereich Umwelt, Issumer Tor 36, 47608 Geldern. Der Antrag muss die Art des zu pflanzenden Baumes sowie die Adresse des Grundstückseigentümers inkl. Flur/Flurstück des Grundstücks und die Kontaktdaten enthalten. Nach Erhalt des Förderbescheids der Stadt Geldern können die Bäume vom Antragstellenden gekauft werden. Anhand der beglichenen Rechnung erfolgt anschließend die Erstattung der anerkannten Förderung.

Die Anträge können ab sofort gestellt werden. Ist das Budget ausgeschöpft, ist die Reihenfolge der Antragseingänge entscheidend.

Transport und Pflanzung

„Die Antragstellenden müssen den Transport zur Pflanzfläche selbst organisieren, die Pflanzung selbst durchführen, die Anwuchspflege der Gehölze übernehmen und deren Bestand langfristig garantieren“, teilt Quinders mit. Bei der Wahl des Baumes sollten vorab Standortfaktoren berücksichtigt werden – beispielsweise ob sonniger oder schattiger, trockener oder feuchter Standort, die Größe und Breite des ausgewachsenen Baumes und daher Abstände zu Gebäuden, Grundstücksgrenzen, ober- oder unterirdische Leitungen oder der Abstand anderen konkurrierenden Pflanzen.

Baumsorten

Da mit den Baumgutscheinen insbesondere die Pflanzung von heimischen Laub- und Obstbäumen gefördert werden soll, gibt die Stadt Geldern folgende Pflanzempfehlungen: Feldahorn (Acer campestre), Wildapfel (Malus sylvestris), Echte Mehlbeere (Sorbus aria), Blumenesche (Fraxinus ornus), Stechpalme (Ilex aquifolium) sowie Obstbäume (hierbei vor allem alte Sorten).

„1855 waren über 1200 Apfel- und 1000 Birnensorten bekannt, das heutige Sortenangebot beschränkt sich häufig auf wenig zum Teil weltweit angebaute und ganzjährig verfügbare Sorten“, sagt Gelderns Klima- und Umweltschutzbeauftragte. „Im Gegensatz zu diesen heutigen Tafelsorten sind alte Obstsorten genetisch vielfältiger, weisen geschmackliche Unterschiede auf und bilden die Grundlage, um auch in Zukunft neue und an veränderte Umweltbedingungen angepasste Sorten züchten zu können.“

Der Verein Landschaftspflege im Kreis Kleve e.V. (kurz „LiKK“), und das NABU-Naturschutzzentrum Gelderland e.V. widmen sich verschiedenen Themen des Natur- und Artenschutzes im Kreisgebiet Kleve, unter anderem der Betreuung von Streuobstwiesen und Naturschutzgebieten sowie dem Erhalt der Kulturpflanzenvielfalt. „Mit der Pflanzung eines Obstbaumes einer alten Sorte wird ein wichtiger Beitrag zur Erhalt dieser Sorten geleistet“, sagt Quinders.

Aktion am Haus Ingenray am 11. September

Passend zum Thema weist die Stadt Geldern außerdem auf eine Aktion am 11. September hin: Von 10 bis 17 Uhr veranstaltet die Stadtverwaltung zusammen mit dem „LiKK“ und dem NABU-Naturschutzzentrum Gelderland an diesem Tag eine Obstbaumaktion für alte Apfelsorten am Haus Ingenray (Möhlendyck 22) in Pont. „Fachleute vom LiKK präsentieren aus eigener Züchtung alte Obstbaumsorten und neu gezüchtete Mehrsorten-Obstbäume“, berichtet Monika Quinders. „Sie geben Informationen zu den Bäumen, den Früchten und zu Pflanz- und Pflegebedingungen. Darüber hinaus können Bäume bestellt werden.“

Haus Ingenray

Im Rahmen des „Tags des offenen Denkmals“, welcher ebenfalls am 11. September stattfindet, ist das Haus Ingenray an diesem Tag zudem erstmals für Besucher geöffnet.

Ansprechpartner

Für Fragen stehen Doris Schreurs (Telefon 02831-398-308, E-Mail doris.schreurs@geldern.de) und Monika Quinders (Telefon 02831-398-309, E-Mail monika.quinders@geldern.de) als Ansprechpartnerinnen gerne zur Verfügung.