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Umbauarbeiten sollen im September abgeschlossen sein - Refektorium erstrahlt schon fast in neuem Glanz

Meldung vom: 24.06.2020

Bericht und Multimediaschau

GELDERN   Wer den alten Speisesaal im Refektorium am Gelderner Ostwall betritt, kann sich schon gut vorzustellen, dass hier künftig Künstler auftreten oder Gesellschaften bewirtet werden. Noch sind die Umbauarbeiten zwar in vollem Gange. Doch das Ende ist in Sicht. Wenn alles klappt, sollen im Herbst schon die ersten Gäste des Gelderner Gastronoms Daniel Thomas vom gleichnamigen Restaurant empfangen werden. 144 Sitzplätze oder knapp 200 Stehplätze soll das umgebaute Refektorium künftig bieten.

Rainer Niersmann, Leiter des Tourismus und Kulturbüros der Stadt Geldern und für die kulturelle Nutzung des Refektoriums künftig zuständig, ist mit den bisherigen Arbeiten zufrieden:  „Mit dem umgebauten Refektorium erhält Geldern eine moderne Veranstaltungsstätte, die das kulturelle Angebot in der Stadt extrem bereichern wird“, sagt er. „Und trotz des Umbaus hat das Refektorium seinen historischen und ursprünglichen Charme behalten.“

Im Januar dieses Jahres hat der Umbau des früheren Speisesaals und einzig erhaltenen Teils des Anfangs des 15. Jahrhunderts in Geldern gegründeten Klosters Nazareth richtig begonnen. Zuletzt war das Refektorium Teil des früheren Berufskollegs am Ostwall. Etwa 200.000 Euro kostet die Modernisierung.

Beim Stand der Bauarbeiten sieht es wie folgt aus: Die Fliesenarbeiten sind bereits abgeschlossen. Die Wände bereits gestrichen. Die Fensterbacken wurden gesandtrahlt und erneuert, sodass die neuen Fenster – mit alten Fensterelementen - eingesetzt werden können. Im ersten Geschoss entsteht derzeit noch eine kleine Teeküche. Eine neue Toilette für Menschen mit Behinderungen wird direkt am Foyer im Erdgeschoss errichtet. Auch über eine Klimaanlage verfügt das umgebaute Refektorium, ebenso wurde eine Fußbodenheizung eingebaut. Erhalten bleiben auch die alten Gitter der Boden-Heizschächte. Die Gitter müssen lediglich noch einmal neu gestrichen werden. Auch die alte Tür des neuen Veranstaltungs- und Speisesaals samt Türblättern bleiben erhalten, ebenso die denkmalgeschützte Eingangstür des Refektoriums. Vor den Haupteingang kommt noch eine Stele, die beleuchtet wird.

Gekocht wird im Refektorium selbst übrigens nicht. Aber direkt daneben. Am Parkplatz des alten Finanzamtes wird Daniel Thomas seine mobile Küche aufbauen, wo er die Speisen frisch zubereiten wird. Über den Seiteneingang kommt das Essen dann ins Innere des Refektoriums.

Auch Gelderner Vereinen wird das umgebaut Refektorium für Veranstaltungen und Sitzungen künftig zur Verfügung stehen. Der Plan: Von Montag bis Donnerstag sollen Vereine oder Künstlerstammtische das Refektorium nutzen können. Von freitags bis sonntags stehen die Räumlichkeiten für den Gastronomiebetrieb zur Verfügung.

Durch ein modernes Türchipsystem kommen Dritte ohne größeren Aufwand ins Gebäude. Die Chips sollen so programmiert werden, dass die Türen mit dem entsprechenden Chip für den Zeitraum der Nutzung geöffnet werden können. Wie hoch die Nutzungsgebühr für die Vereine ausfallen wird, steht derzeit noch nicht fest.

Gastronom Thomas hat für dieses Jahr eigentlich noch zwölf Veranstaltungen im Kalender stehen, wenn Corona ihn lässt. An Silvester plant Thomas bereits einen Menü-Abend von 17 bis 22 Uhr.

Auch Kulturamtsleiter Rainer Niersmannn hat bereits Pläne: „Wenn es klappt, wird das Refektorium einer der Schauplätze für den Theaterspaziergang am 19. September werden.“

Info: Vereine, die das Refektorium nutzen möchten, können sich an die Stadt Geldern wenden. Telefon: 02831 398116 oder per E-Mail unter rainer.niersmann@geldern.de