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Stadtentwicklung - Integriertes Stadtentwicklungskonzept

 

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für die Innenstadt von Geldern (ISEK)

Aktuelle Entwicklungen 2020

Aufruf zur Bürgermitwirkung für die Neugestaltung der Fußgängerzone Issumer Straße

Hof- und Fassadenprogramm

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für die Innenstadt von Geldern (ISEK)

Gute Gründe für städtebauliche Entwicklungskonzepte

Die Rahmenbedingungen für die Entwicklungen von Städten und Stadtquartieren sind im Allgemeinen sehr vielschichtig und oftmals schnellen Veränderungszyklen unterworfen. Für die Einleitung positiver Entwicklungen sind deshalb häufig private und öffentliche Initiativen erforderlich. Integrierte Stadtentwicklungskonzepte ermöglichen den Kommunen hierbei einen umfassenden Ansatz, die aktive Planung und Gestaltung der eigenen Zukunft zu steuern. Sie bieten die Chance, räumliche und sektorale Interessen abzuwägen, Aushandlungsprozesse in der Stadtgesellschaft zu moderieren und eine Balance zwischen öffentlichen und privaten Investitionen zu finden.

Sie bilden darüber hinaus eine Grundlage für breite Beteiligungsverfahren und ergänzen die konkrete Bauleitplanung durch eine ganzheitliche Betrachtung multipler Problemsituationen. So können Stadtquartiere und Stadtviertel, die in ihrer Entwicklung ansonsten stagnieren oder einem allgemeinen positiven Entwicklungstrend nicht folgen können, einen Anschub zu einer zukunftsfähigen Erneuerung erhalten.

Neue Impulse für die Innenstadtentwicklung durch städtebauliches Gesamtpaket

Mit dem durch den Rat der Stadt Geldern beschlossenen Integrierten Handlungskonzept (IHK, heute ISEK) wurde am 27.06.2013 eine städtebauliche Gesamtmaßnahme für die Innenstadt mit einem Gesamtvolumen von rund 8.361.260 Euro mit einem zuwendungsfähigen Ausgabenanteil von 7.557.210 Euro beschlossen.

Abbildung: Innenstadt GeldernAbbildung: Innenstadt Geldern

Mit der Aufnahme der Gelderner Innenstadt in das Förderprogramm „Stadtumbau West" durch die Bezirksregierung Düsseldorf wurde das integrierte Stadtentwicklungskonzept ab 2014 schrittweise in Teilmaßnahmen und Programmen umgesetzt. Vorangegangen war ein 2011 in Auftrag gegebenes Gutachten mit dem Ziel, die planerischen Grundlagen für die Werterhaltung sowie eine städtebauliche, ökonomische, soziale und ökologische Weiterentwicklung der Gelderner Innen­stadt darzustellen. Diese Konzeption entstand in einem intensiven Austausch zwischen Rat und Verwaltung der Stadt Geldern sowie in ständigen Dialogen mit wichtigen Innenstadtakteuren sowie den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt.

Mittlerweile ist ein großer Teil der Maßnahmen abgeschlossen. Das Hauptaugenmerk richtet sich deshalb für die kommenden zwei Jahre auf die Umsetzung der tiefbaulichen Maßnahmen, wie die Fertigstellung der Bahnhofstraße, die Umgestaltung des Kapuzinerplatzes über die Heilig-Geist-Gasse bis zum Markt und die Neugestaltung der Fußgängerzone an der Issumer Straße. Das südöstliche Stadtquartier mit den Straßenzügen Gelderstraße, Breestraße und Kapuzinerstraße mit ihrem südlichen Abschnitt werden folgen. Durch die Neugestaltungen und die privaten Investitionen wird es in diesem Bereich zu deutlichen Stadterneuerungseffekten kommen, die das bestehende Siedlungsgefüge in der Innenstadt weiter aufwerten werden.

Aktuelle Entwicklungen 2020

Werkstatt- und Marktgespräche zu den Straßenbaumaßnahmen

Am 31. Januar und 1. Februar 2020 fand ein Workshop zum Thema Bodengestaltung der innerstädtischen Straßenbaumaßnahmen statt. Anlass war ein Überdenken der 2016 beschlossenen Gestaltungsprinzipien insbesondere zur Pflasterung nach Fertigstellung der ersten Abschnitte in der Bahnhofstraße. Die Verwaltung suchte auf dem Wochenmarkt das Gespräch mit den Bürgern und am nachfolgenden Tag folgten Werkstattgespräche in einem innerstädtischen Ladenlokal sowie eine Exkursion. Bürgermeister Sven Kaiser, der erste Beigeordnete Tim van Hees-Clanzett und Mitarbeiter der Verwaltung diskutierten mit Bürgern und Vertretern aus Politik die durch das Büro Kraft.Raum. erarbeiteten und in der voran­gegangenen Sitzung des Bau- und Planungsausschusses vorgestellten Pläne und Skizzen insbesondere zu den tiefbaulichen Einzelmaßnahmen Kapuzinerplatz und Bahnhofstraße. Anschließend lagen die Musterplatten im Ladenlokal aus und eine Musterfläche mit Verlegungsmustern wurde vor dem Ladenlokal in der Glockengasse verlegt.

Abbildung: Workshop 1. Februar 2020, Foto Planungsbüro Kraft.Raum.Abbildung: Workshop 1. Februar 2020, Foto Planungsbüro Kraft.Raum.

Umbau des Kapuzinerplatzes und der Bahnhofstraße (Abschnitt bis Markt)

Die Bauarbeiten zur Umgestaltung des Kapuzinerplatzes haben im Juni mit der Einrichtung der Baustelle begonnen. Die einheitliche Gestaltung und Pflasterung des Kapuzinerplatzes einschl. der Kapuzinerstraße bis zum Übergang Breestraße und der Heilig-Geist-Gasse mit einem rot-braun nuancierten Klinkerstein im Fischgrätverband betont die künftig verstärkte Fußgängerfrequentierung zwischen Kapuzinertor und Markt und definiert gleichzeitig den neuen Platzbereich als Gesamteinheit im abgestimmten Zusammenspiel mit den Hausfassaden. Zentrales Element des Kapuzinerplatzes wird künftig ein Hochbeet um die Tiefgarageneinfahrt sein, welches sich an die unterschiedlichen Höhen anpasst und den Tiefgaragenbereich umschließt. Die Einbringung einer größeren Grünfläche für den Innenstadtbereich wurde in den Werkstattgesprächen und politischen Beratungen besonders positiv bewertet.

Abbildung: Ansicht Kapuzinerplatz, Planungsbüro Kraft.Raum.Abbildung: Ansicht Kapuzinerplatz, Planungsbüro Kraft.Raum.

Für eine gestalterische Optimierung wird die Betoneinfassung der Tiefgarage für das künftige Hochbeet angeglichen. Beet wie Tiefgarage sollen außerdem durch eine Beleuchtung gestalterisch hervorgehoben werden. Bestehende Geländesprünge werden dem Platzniveau angeglichen, Mülleinhausungen und Schaltkästen sollen verlegt werden. Sitzgelegenheiten im Straßenraum ergänzen das Hochbeet und laden zum Aufenthalt ein. Darüber hinaus sind Baumstandorte im Bereich Kapuzinerstraße als geschlossene Beete und in der Heilig-Geist-Gasse in offener Beetausführung mit Einfassungen vorgesehen.

Das Befahren des Teilbereiches der Heilig-Geist-Gasse bis zur Fußgängerzone bleibt weiter­hin möglich. Der Eingangsbereich des „Checkpoint“ inkl. Rampe wird im gleichen Klinkerformat hergestellt. Im Bereich Heilig-Geist-Gasse 1-5 soll künftig das neue Bürgerbüro der Innenstadt entstehen. Die dafür nötigen Umbaumaßnahmen werden mit dem Straßenbau koordiniert, so dass die Straßenoberfläche nach den Kanalarbeiten zunächst provisorisch geschlossen und nach dem Umbau zum Bürgerbüro fertiggestellt wird. Für die Bauarbeiten ist eine Bauzeit von ca. acht Monaten vorgesehen. Die Kapuzinerstraße wird für ca. zwei Monate gesperrt sein. Eine Umleitung erfolgt über die Heilig-Geist-Gasse und die Gelderstraße.

Nach Abschluss der Arbeiten wird der neue Platz durch seine hochwertige Gestaltung und im Zusammenspiel mit der zeitgleichen Baumaßnahme am Kapuzinertor das Herzstück des künftigen südöstlichen Stadtquartiers bilden und sich positiv auf den südlichen Markt und den gesamten Innenstadtbereich auswirken.

Abbildung: Kapuzinerplatz, Heilig-Geist-Gasse, Kapuzinerstraße, Planungsbüro Kraft.Raum.Abbildung: Kapuzinerplatz, Heilig-Geist-Gasse, Kapuzinerstraße, Planungsbüro Kraft.Raum.

Die Bauarbeiten zur Bahnhofstraße starten im Juli

Die Bauarbeiten zur Fertigstellung der Bahnhofstraße im letzten Abschnitt zwischen den Wallstraßen und dem Markt werden zeitnah mit dem Umbau des Kapuzinerplatzes erfolgen und ca. drei bis vier Monate dauern. Dazu wird eine Vollsperrung für den KFZ-Verkehr notwendig sein. Der Verkehr wird umgeleitet.

Abbildung: Bahnhofstraße, Abschnitt Wallstraßen bis Markt, Planungsbüro Kraft.Raum.Abbildung: Bahnhofstraße, Abschnitt Wallstraßen bis Markt, Planungsbüro Kraft.Raum.

Weitere Informationen sind im Stadtmagazin „Wir in Geldern“ Nr. 3 Ausgabe Juni/Juli 2020 unter www.wiringeldern.de

Baustellenmanagement und Ansprechpartner während der Bauzeit

Die Verwaltung wird frühzeitig über den Beginn der Baustellen informieren. Alle unmittelbar betroffenen Anlieger werden dazu separat angeschrieben. Fragen zu Tiefbaumaßnahmen und zu den Bauarbeiten beantwortet Jessica Wey vom Tiefbauamt unter Tel. 02831/398-380 oder per Mail über jessica.wey@geldern.de .

Aufruf zur Bürgermitwirkung für die Neugestaltung der Fußgängerzone Issumer Straße

Brunnen am Markt, Luftaufnahme
Die Umgestaltung der Issumer Straße nimmt Fahrt auf. In der Sitzung des Bau- und Planungsausschusses am 24.06.2020 wurde ein Gestaltungsplan zum Umbau der Issumer Straße vorgestellt, der Grundlage für die Bürgerbeteiligung im Juli sein wird. Das derzeit uneinheitliche Erscheinungsbild mit den verschiedenen Pflasterungen auf kleinem Raum und das in die Jahre gekommene Mobiliar begründen die Notwendigkeit, wieder an eine zeitgemäße Gestaltung der innerstädtischen Hauptlage anzuschließen.

Nach der Erarbeitung von städtebaulich-gestalterischen Rahmenbedingungen in einem kooperativen Verfahren durch die Fachämter der Stadtverwaltung im November 2019 erstellte ein externes Planungsbüro ab Dezember 2019 eine Bestandsaufnahme. Die grundsätzlichen Zielsetzungen zur Neugestaltung der Fußgängerzone Issumer Straße wurden im bisherigen Planungsprozess wie folgt zusammengefasst:

  • Stärkung der zentralen innerstädtischen Wegeverbindung in der Achse Bahnhofstraße/Issumer Straße.
  • Anbindung an den Markt und Definition des Überganges zur unteren Issumer Straße.
  • Beachtung der Anlieferungsmöglichkeiten und Beibehaltung des Zeitfensters zum Befahren durch den Radverkehr.
  • Kopplung von Funktionen durch raumsparende Mehrfachnutzungen (Einkaufen und Verweilen in räumlicher Nähe).
  • Berücksichtigung einer auf den Planungsraum abgestimmten Begrünung.
  • Ermöglichung zukünftiger Veränderungen durch flexible mobile Möblierungen.
  • Schaffung eines ruhigen, aber abwechslungsreichen Straßenbildes.
  • Berücksichtigung der historischen Fassaden im Hinblick auf ihre identitätsstiftende Wirkung und Einbeziehen in eine abgestimmte Beleuchtung.

Das Entwicklungskonzept des Planungsbüros Kraft.Raum. (Krefeld) zur Gelderner Innenstadt und die darin enthaltenen Gestaltungspläne zu den Umbaumaßnahmen Kapuziner Platz/Heilig-Geist-Gasse/Kapuzinerstraße (Sandsteg bis Breestraße) und Bahnhofstraße Abschnitt Wallstraßen bis Markt (Abbildungen oben), bilden u.a. durch die Wahl des Klinkerpflasters und der Verlegung im Fischgrätverband den übergeordneten gestalterischen Rahmen für eine innerstädtisch integrierte Neugestaltung der Fußgängerzone im Sinne eines aufeinander abgestimmten Erscheinungsbildes.

Von diesen Grundlagen ausgehend wurden erste Planungsansätze und ein Vorentwurf erstellt, die in den vorliegenden Gestaltungsplan mündeten.

Entwurfsbeschreibung

Der Grundgedanke des Entwurfes liegt in der Konzeption von Sitz,- Beet- und Begrünungs­kombinationen in Form von multifunktionalen Einheiten, um eine größtmögliche zukunfts­orientierte Flexibilität zu erreichen. Gleichzeitig soll durch gezielte Maßnahmen eine Erhöhung der identitätsstiftenden Wirkung erzielt werden.

Abbildung: Gestaltungsplan Issumer Straße, Planungsbüro Kraft.Raum.Abbildung: Gestaltungsplan Issumer Straße, Planungsbüro Kraft.Raum.

 

 

 

 

 

Abbildungen: Beispiele Möblierungen, Planungsbüro Kraft.Raum.Abbildungen: Beispiele Möblierungen, Planungsbüro Kraft.Raum.Abbildungen: Beispiele Möblierungen, Planungsbüro Kraft.Raum.Abbildungen: Beispiele Möblierungen, Planungsbüro Kraft.Raum.

Im vorliegenden Gestaltungsplan reihen sich demzufolge vier Gruppen aus kombinierten Sitz-, Beet- und Kübelmöblierungen in unterschiedler Gewichtung und Aufenthaltsfunktion im nordwestlichen Straßenverlauf an eine Mittelrinne, die ihren Ursprung in der Achse des Brunnens hat. Südöstlich der Rinne schließt sich unterbrochen von einem Gaststättenbereich eine Durchfahrtmöglichkeit (3,90 m) für die Anlieferung und den zeitweiligen Radverkehr an, gefolgt von einem Übergangsbereich vor den südöstlichen Fassaden.

Der Eintritt in die Fußgängerzone von der unteren Issumer Straße wird durch eine gestalterische Dominante eröffnet, um am Anfang der Fußgängerzone durch ein gestalterisches Element deutlich zu machen, dass dort die Fußgängerzone beginnt. Eine gestalterische Dominante könnte zum Beispiel eine Säulenform sein, eine Blumensäule oder auch eine Kunst-Installation. Es folgt ein mittlerer Schwerpunkt im Bereich der Bücherei mit Sitzgelegenheiten im Übergang zur Glockengasse und unter Einbeziehung der Außenbereichsflächen des Gastronomiebetriebes. Die dritte Gruppe vermittelt zwischen Markt und Mittelbereich durch eine Sitz- und Beetkombination. Große Pflanzkübel und eine „Surfinsel“ als Spiel- und Sitzelement bilden zusammen mit einer großzügigen Beetfläche das Ende der Fußgängerzone. Der damit verbundene Drachenbrunnenbereich mit verschiedenen Sitz- und Aufenthaltsmöblierungen ermöglicht den gestalterischen Übergang zum Markt.

Entlang der Rinne sind zwischen den Möblierungen Gruppen von Fahrradabstellbügeln vorgesehen. Diese sollen die privaten Angebote ersetzen, um künftig eine qualitativ hochwertige, einheitliche Gestaltung im Straßenraum zu gewährleisten. Durch die Aufstellung mobiler Beet- und Sitzkombinationen ist es in Zukunft möglich, Veränderungen vorzunehmen – wenn sich zum Beispiel einzelne Geschäftslagen verändern. Unabhängig davon sollen durch kleine Gestaltungsmaßnahmen im gastronomischen Außenbereich und in den Eingangsbereichen der Häuser Akzente zur Begrünung gesetzt werden.

Eine erhöhte Aufenthaltsqualität soll des Weiteren durch eine ansprechende Beleuchtung erzielt werden. Die Beleuchtung der Eintrittssituation im Übergang Fußgängerzone zur Issumer Straße trägt dazu ebenso bei, wie die Grundausleuchtung durch Stelen in regelmäßigen Abständen im Übergang zu den nordwestlichen Fassaden. Eine Beleuchtung einzelner südöstlicher Fassaden durch die Stelen ist optional vorgesehen. Eine Ausnahme bildet das Denkmal Issumer Straße 23. Dort könnte ein Spot das Märchen in der Fassade besonders zur Geltung bringen.

Anregungen und Bedenken zum Gestaltungsplan können gerne vom 20.07.2020 bis 03.08.2020 postalisch oder per E-Mail an Frau Sommer, Amt für Stadtplanung- und Stadtentwicklung, IssumerTor 36, 47608 Geldern, Mail: anja.sommer@geldern.de gerichtet werden - bitte unter Angabe des Namens und der Anschrift.

Weitere Mitwirkungsmöglichkeiten

Der Gestaltungsplan und die Entwurfsbeschreibung wurden bereits zusätzlich zur digitalen Beteiligung auf einer Infotafel öffentlich ausgestellt. Die Infotafel steht auf der Issumer Straße an den Sitzöglichkeiten neben dem Drachenbrunnen. Eine persönliche Ansprache der Gewerbetreibenden und Anwohnenden wird durch das Citymanagement (Frau Heesen, Telefonnummer: 0172393-4766, E-Mail: janette.heesen@geldern.de) erfolgen. Evtl. wird auch die Möglichkeit zu Marktgesprächen bestehen.

Wie geht es nach der Bürgerbeteiligung weiter?

Für August 2020 ist eine Aufstellung von Beispielmöblierungen für die Straßenbaumaßnahmen in der Innenstadt geplant. Für die Einreichung des Förderantrages bei der Förderbehörde zum Stichtag 30. September 2020 ist nach der Beratung über die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung und Mitwirkung eine Beschlussfassung über die Entwurfsplanung in der Sitzung des Bau- und Planungsausschusses am 8. September 2020 geplant. Nach Genehmigung des Antrages durch die Förderbehörde wird es eine Anliegerversammlung geben. Der Baubeginn liegt voraussichtlich im Herbst 2021.

Stele am Nordwall "Jüdisches Leben in der Stadt"; Stelen machen Stadtgeschichte sichtbar

Hier finden Sie ein Beispiel für die Stelen. (Link Rheinische Post vom 19.11.2019)

Die Informationsstelen stellen einen Baustein bei der Inszenierung des Historischen Erbes dar. Mit ihnen wird das Ziel verfolgt, auf die zwölf historisch wichtigsten Standorte der Gelderner Innenstadt aufmerksam zu machen. Gleichzeitig dienen sie der Information, da jede Stele zum historischen Sachverhalt einen kurzen Text, Abbildungen sowie einen QR-Code, über den man auf die Website der Stadt Geldern gelangt, erhält. Auf der Website wird der historische Sachverhalt ausführlich in Deutsch, Englisch und Niederländisch erläutert. Für die Gestaltung der Informationsstelen wurde ein schlichtes und zeitloses Design aus einer Kombination von Cortenstahl und einer Glasplatte gewählt, damit sich die Informationsstelen in die vorhandene Außenmöblierung integrieren.

Abbildung 1: Stele am Nordwall "Jüdisches Leben in der Stadt"; Quelle: Plümer, Rheinische Post, 09.11.2019

Am 8. November 2019 wurde die Stele Nr. 12 "Jüdisches Leben in der Stadt" anlässlich des Jahrestages der Reichsprogromnacht aufgestellt. Anschließend folgten zeitnah zwei weitere Stelen am kleinen und großen Markt. Alle weiteren Stelen sind an Umbaumaßnahmen der jeweiligen Straßen geknüpft, sodass sie mit Fertigstellung der Straßen den historischen Rundweg ergänzen.

Hof- und Fassadenprogramm

Dachbeleuchtung der Heilig Geist Kirche wird durch ISEK Programm gefördert

Abbildung: Dachbeleuchtung Heilig Geist Kirche (Vordergrund)Abbildung: Dachbeleuchtung Heilig-Geist-Kirche (Vordergrund)

Im Rahmen des Hof- und Fassadenprogrammes konnte die Stadt Geldern die Dachdecker- und Elektroarbeiten zur Anbringung von vier Eckstrahlern mit einem Anteil von 50% fördern. (Link zum Pressebericht RP 20.4.2020) Das Programm ist ein Bestandteil des ISEK. Damit fördert die Stadt Geldern mit Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen und des Bundes Maßnahmen von Grundstückseigentümern, die eine Verbesserung der Gestaltung der Fassaden und Hofflächen in der Innenstadt zum Ziel haben. Mit stadtbildprägenden Gestaltungsmaßnahmen innerhalb des gewachsenen Stadtkerns wird die Schaffung und Pflege eines identitätsstiftenden Erscheinungsbildes seit einigen Jahren im Zuge von vielfältigen Maßnahmen auf der Issumer Straße, am Markt, am Westwall oder auf der Kapuzinerstraße gefördert. Das Spektrum der durchgeführten Arbeiten reicht von Ganz- oder Teilfassadensanierungen, Fenstererneuerungen, Rekonstruktionen von Zierelementen bis zu großen Maßnahmen mit Fassaden-, Dach- und Hofsanierungen. Die Beleuchtung der Heilig-Geist-Kirche mit seinem einprägsamen Glockenturm auf dem Pyramidendach ist innerhalb der Maßnahmen von besonderer Bedeutung, da es sich hier um ein stadtbildprägendes und historisch bedeutsames Gebäude handelt.

Fassadenaufwertung Westwall 26

Abbildung: Fassadenaufwertung Westwall 26

Das Programm läuft Ende des Jahres aus und soll eventuell verlängert werden. Durch Janette Heesen vom Citymanagement können Interessenten erste Informationen zur Förderung erhalten. Sie stellt auch gerne den Kontakt zum Amt für Stadtplanung und Stadtentwicklung für eine Antragstellung her. Janette Heesen ist unter der Telefonnummer: 0172393-4766 und per E-Mail: janette.heesen@geldern.de zu erreichen.

Weitere Infos zum gesamten ISEK hält Anja Sommer vom Amt für Stadtplanung und Stadtentwicklung bereit. Sie ist unter Telefonnummer: 02831/398-330 oder über E-Mail anja.sommer@geldern.de erreichbar.