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Lebendige Grünflächen

Präsentierten am Spazierweg zwischen Pariser Bahn und Am Ölberg die neuen Info-Schilder zu Gelderns „lebendigen Grünflächen“: Der Leiter der Stadtgärtnerei, Georg Kamps, Umweltexpertin Dr. Sandra Kleine und der Erste Beigeordnete Tim van Hees-Clanzett (von links). Hier präsentieren wir euch unsere "Lebendigen Grünflächen", die Seite ist noch in Bearbeitung.

Lebendiges Totholz 

Laubhaufen

Blühende Blumenwiesen

Heimische Wildstauden

Artenreiche Obstwiesen

Nistkästen

Gehölzpflanzungen

Nisthilfen für Wildbienen

Extensive Pflege

Lebendiges Totholz
Lebendiges Totholz

Kennzeichen eines naturnahen Waldes sind nicht nur verschiedenen Baumarten, wie hier in Geldern typischerweise Buchen, Eichen oder Erlen, sondern auch, dass der Wald zu mehr als 10 % aus altem und totem Holz und Bäumen besteht. Das klingt erstmal verwunderlich, dennoch ist Totholz sehr wichtig für funktionierende Ökosysteme. Auch in Gärten, wie Englischen Landschaftsparks oder Bauerngärten spielt Totholz in Form von Gestaltungselementen als natürlich wirkende Bestandteile eine Rolle - als Hecke, Einfassung des Komposts oder des Gemüsebeetes.

Was ist Totholz und wie entsteht es?
Warum ist Totholz wichtig?
Wie lange dauert die Zersetzung?
Was kann ich tun?
Typische Tiere
Weiterführende Links und Broschüren

Was ist Totholz und wie entsteht es?

Totholz entsteht durch den natürlichen Absterbeprozess, Lichtkonkurrenz, Käferbefall, Windwurf, Sturm oder Blitz. Auch das Fällen von Bäumen hinterlässt Totholz, wie Baumstrünke, Baumkronenteile und Äste.
Es gibt stehendes Totholz, also ein abgestorbener aber noch stehender Baum, oder liegendes Totholz wie Baumstämme, umgestürzte Bäume und auch Anhäufungen von Astholz und Reisig zählen dazu.

Warum ist Totholz wichtig?

Stirbt ein Baum ab, oder bleibt Holz auf dem Waldboden liegen, wird er in kürzester Zeit besiedelt. Er ist eine wichtige Lebensgrundlage für viele auch seltene und gefährdete Tierarten. Besonders eng an Totholz, insbesondere an stehendes Totholz gebunden, sind die Spechte. Der Specht zimmert sich nicht nur seine Höhle in alte Bäume, die Althölzer dienen außerdem als Signalinstrument (Specht-Trommeln), Ansitzwarte oder Balzbaum. Zusätzlich finden sie im morschen Holz Insektenlarven als Nahrung. Weit mehr als 1300 Käferarten haben sich auf den Lebensraum Totholz spezialisiert. Für die einzelnen Arten haben Alt- und Totholzstrukturen oft unterschiedliche Bedeutung: Larven von Hirsch- und Prachtkäfern dient totes Holz zum Beispiel als Lebensraum, räuberisch lebende Buntkäfer gehen hier auf die Jagd und Marienkäfer nutzen es als Überwinterungsquartier.
Verlassene Spechthöhlen werden von verschiedenen „Nachmietern" besiedelt. Hohltaube, Rauhfußkauz und Star nutzen sie als Nisthöhle, Wildbienen und Hornissen auch als Überwinterungsraum. Säugetiere, wie Fledermäuse, Baummader und Gartenschläfer ziehen hier ihre Jungen auf und finden Schutz vor Feinden. Nicht nur in warmen Sommern ist Totholz ein Lebensraum, auch im Winter halten sich hier viele Tiere auf. Sie überwintern sicher im Schutz des Reisighaufens, in Käferbohrlöchern oder unter der Rinde. In einem Totholzhaufen ist der Igel ein bekannter Wintergast. Aber auch Kröten und manche Insekten überwintern im schützenden Reisig.
Zerfallene Bäume werden auch von Pilzen, Flechten, Moosen und Farnen besiedelt, viele von ihnen sind geschützte Arten. In den Totholzmassen sind große Nährstoffmengen gebunden, die nach der Zersetzung durch die unterschiedlichen Totholzbewohner in den Boden zurückfließen.
Ein hoher Totholzanteil im Wald erhöht die Biodiversität in diesem Lebensraum erheblich, es ist einer der lebendigsten und vielfältigsten Lebensräume. Darum ist es wichtig diesen Lebensraum zu erhalten und zu fördern. Ziel einer nachhaltigen Forstwirtschaft ist es, den Anteil des Totholzes im Wald deutlich zu erhöhen.

Wie lange dauert die Zersetzung?

Bis ein Baum vollständig abgebaut ist, kann es hundert Jahre oder länger dauern.
Der Abbau des Holzes wird in drei Phasen unterteilt:

  • Besiedelungs- oder Pionierphase

In der Besiedlungsphase dringen Pionierinsekten in den frisch abgestorbenen Holzkör-per ein und erschließen durch ihre Bohr- und Fraßtätigkeit das Holz für weitere Insekten und für Pilze. Das umgesetzte Material (Bohrmehl, Kot) kann von nachfolgenden Orga-nismen leichter verarbeitet werden. Die Insekten locken Spechte an, die durch ihre Fraßlöcher das Eindringen von Pilzsporen fördern und auf diese Weise den Holzabbau beschleunigen. Die Besiedlungsphase dauert typischerweise ungefähr 2 Jahre.

  • Zersetzungsphase

Das Holz beginnt sich zu zersetzen, Zweige und Äste fallen ab, die Rinde löst sich ganz vom Stamm. Pilze und Bakterien beginnen das Holz abzubauen. Die Arten der im Holz lebenden Insekten ändert sich in dieser Phase. Die Zersetzungsphase dauert etwa 10 bis 20 Jahre

  • Humifizierungsphase

In der Humifizierungsphase zerfällt das Holz und geht langsam in Boden über. Das Sub-strat besteht zu einem großen Teil aus Kot der bisherigen Besiedler. Die eigentlichen Bodenlebewesen (verschiedene Würmer, Schnecken, Asseln, Tausendfüßer, Faden-würmer) steigen in das Moderholz auf. Es sind vor allem die Pilze, die Zellulose und Lig-nin abbauen und den Mulm in Humus überführen.

Was kann ich tun?

Auch in unseren Gärten kommen viele totholzliebende Insekten vor, die das Holz als Nahrung, Versteck oder Baumaterial nutzen. Typische Arten im Garten sind die Gewöhnliche Löcherbiene, die Blauschwarze Holzbiene, die gemeine Goldwespe, der Goldrosenkäfer oder der Gemeine Widderbock.
Neben den Insekten, profitieren Amphibien, Reptilien, Spinnen, aber auch Vögel, Fledermäuse, Igel, Haselmäuse und andere Tiere vom Totholz.
Mit Totholz-Elementen lassen sich wunderschöne Ecken naturnah gestalten. Wichtig hierbei ist, dass das Totholz mehrere Jahre an dem Ort liegen bleiben darf, da die Entwicklung der Insekten in dem Holz und die verschiedenen Zersetzungsstufen mehrere Jahre brauchen. Es gilt, je dicker das Totholz ist, desto besser ist es als Lebensraum geeignet, umso mehr Nahrung und Nischen bietet es für verschiedene Tier- und Pilzarten. Insbesondere stehendes und von der Sonne beschienen Totholz sind sehr artenreich. Beispiele für den Garten sind:

  • Verrottender Baumstamm

Sehr einfach und unkompliziert ist die Gestaltung mit Baumstämmen und Baumstumpen, die im Garten verrotten dürfen. Der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt - es können mehrere kleine und große Stämme übereinandergelegt werden, oder auch ein einzelner Stamm. Baumstumpen, können im Boden bleiben oder als Blickfang dienen. Der Baumstamm sollte am Besten in der Sonne stehen, oder liegen.

  • Der Reisighaufen

Beim Stauch- und Baumschnitt im Herbst/Winter fallen regelmäßig kleine Äste an. Gesammelt, zu einem Reisighaufen aufgeschichtet, der über Jahre an dieser Stelle liegen bleiben darf, hat man ein lebendiges Totholzelement geschaffen. Es bietet zahlreichen Insekten und Tieren Unterschlupf, insbesondere im Winter. Vögel könne ihre Nester darin bauen.

  • Eine Benjeshecke

Etwas aufwendiger gestaltet sich die Errichtung einer Benjeshecke. Eine Benjeshecke kann als Zaun oder Abtrennung des Gartens dienen. Sie wird aus Ästen und Reisig, also Totholz, gebaut.
Für die Anlage einer Benjeshecke braucht man Reisig und kleinerer Äste, mehrere dickere Hölzer. Die dickeren Hölzer werden in einer Reihe in den Boden gesteckt. Der Abstand sollte kürzer sein als die Länge der vorhandenen Äste, ideal sind vier Meter Länge. Eine zweite Reihe wird fast daneben in den Boden gesetzt. Das vorhandene Reisig und die Äste können nun zwischen den im Boden steckenden Hölzern aufgeschichtet werden. Sollte die gewünschte Höhe der Benjeshecke im ersten Jahr nicht mit dem vorhandenen Material des Gartens erreicht werden, kann die Hecke jedes Jahr mit dem anfallenden Strauchschnitt erhöht werden.
Die Benjeshecke schafft ein sehr günstiges Kleinklima im Garten und versorgt den Boden mit Nährstoffen. Sie gibt dem Garten einen urigen Charme und bietet sowohl Nist- als auch Überwinterungsmöglichkeit für Insekten, Vögel oder Säugetiere.

Typische Tiere

Buntspecht (Dendrocopos major)
Vogel der Parks, Laub-, Misch- und Nadelwälder.
Kennzeichen: Schwarz - weiß - rotes Gefieder (beim Weibchen ohne rot), Meißelschnabel, Stützschwanz und Kletterfuß. Im Frühjahr hört man sein Trommeln an dürren Ästen, das einen Ersatzt für den Liebesgesang darstellen soll. Brütet in Baumhöhlen, die er selbst hackt. Seine Nahrung sind Larven und Käfer, die er mit Hilfe seines Schnabels und seiner langen Zunge aus den Bohrlöchern der Insekten holt. Frisst auch Nadelholzsamen, Bucheckern und Nüsse. Kiefern- und Fichtenzapfen klemmt er geschickt in einen Rindenspalt, um den Samen besser herausmeißeln zu können (Spechtschmiede).

Weiterführende Links und Broschüren

https://www.waldwissen.net/wald/naturschutz/arten/lwf_waldvoegel_totholz/index_DE

https://www.lbv.de/ratgeber/lebensraum-garten/totholz

Kurzinfo NaBu Speicherwald - Naturwald

Broschüre Biotopbaumstrategie

Infoblatt Lebensraum Holzhaufen

Artenreiche Obstwiesen
Artenreiche Obstwiesen

Obstwiesen, am Niederrhein auch Bongert, genannt, sind die traditionelle Form des Obstanbaus und sind ein Stück Kulturgut. In einer Streuobstwiese stehen die Bäume gut verteilt mit ca. 10 m Abstand zueinander auf der Wiese. Die Bäume dienen der Obsterzeugung und die Wiese wird als Grünland, entweder als Mähwiese oder als Viehweide genutzt. Bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts hatte diese Form des Obstanbaus eine große kulturelle Bedeutung und prägte das Landschaftsbild. Jede Ortschaft hatte eigene Obstwiesen am Ortsrand aber auch viele Höfe bewirtschafteten eine eigene Streuobstwiese in der Nähe der Hofstelle. Durch die Intensivierung der Landwirtschaft und des Obstanbaus verringerte sich die Zahl der alten Streuobstwiesen dramatisch, auch weil nur wenige neue Streuobstwiesen angelegt oder junge Bäume nachgepflanzt wurden. Der heutige Obstanbau mit hohen Erträge konzentriert sich auf intensiv gepflegten Niederstamm-Plantagen. Die Streuobstwiese gehört heute zu den am stärksten gefährdeten Biotopen Mitteleuropas.

Warum sind Streuobstwiesen wichtig?

Welche Obstsorten kommen vom Niederrhein?

Wer ist ein Pomologe?

Was kann ich tun?

Typische Tiere und Pflanzen

Weiterführende Links und Broschüren

Warum sind Streuobstwiesen wichtig?

Auf einer Streuobstwiese wachsen nicht nur verschiedene Obstarten, wie Äpfel, Birnen, Kirschen, Zwetschgen, Pflaumen oder Quitten, sondern auch eine Vielzahl unterschiedlicher Sorten. Eine alte Streuobstwiese ist eine Schatzkammer der biologischen Vielfalt. Durch die Züchtung und Veredelung der Obstsorten seit dem Mittelalter entstanden die unterschiedlichsten und oft besonders robuste Sorten. Manche alte Apfelsorte, wie der Gravensteiner, die Rote Sternrenette oder der Rheinische Winterrambur, entstanden aber auch durch eine zufällige Kreuzung unbekannter Apfelsorten. Viele alte Obstsorten kommen jedoch nur regional oder sogar nur lokal vor. D.h. auf der eigenen alten Streuobstwiese könnte noch ein unbekannter seltener Schatz wachsen.

1855 waren 1263 Apfel- und 1040 Birnensorten bekannt. Das heutige Sortenangebot in den Supermärkten beschränkt sich häufig auf wenig z.T. weltweit angebaute und ganzjährig verfügbare Sorten, wie z.B. Gala, Jonagold oder Elster. Im Gegensatz zu diesen heutigen Tafelsorten, sind die Sorten der Streuobstwiese genetisch vielfältiger und weisen geschmackliche Unterschiede auf und sind für verschiedene Nutzungen oder zur Lagerung geeignet. Der Erhalt der vielen unterschiedlichen Obstsorten ist die Grundlage um auch in Zukunft neue und an veränderte Umweltbedingungen angepasste Sorten züchten zu können.

Welche Obstsorten kommen vom Niederrhein?

Kleve

  • „Bratschapfel“ (Arbeitsname)
  • Besüthe („Breitsüßer“) Typischer Süßapfel, der für die Herstellung von Apfelkraut verwendet wurde. Als Tafelapfel zum Frischverzehr schmeckt er eher fad, da ihm Säure fehlt. Alternativ kann er als Most mitverarbeitet werden.
  • Schöner aus Elmpt - Eine typische Wirtschaftssorte mit guten Erträgen, vorwiegend säuerlich. Gut für kleine Flächen wie im Hausgarten geeignet.

Beispiele für Niederrheiner:

  • Creo - Tafel- und Wirtschaftsapfel, schmeckt mildsäuerlich, leicht würzig, ohne hervortretendes Aroma, nach längerer Lagerung wird das Fruchtfleisch mürbe
  • Degeers Renette - Ein gelber Apfel. Geschmacklich ein Tafelapfel: würzig, leicht aromatisch und bei Anschnitt wenig braun werdend.
  • Eifeler Rambur - Tafelapfel
  • Nimmermüt (Glasapfel) - fester, maßig saftiger, süßsäuerlicher, schwach aromatischer Apfel, der sehr lange gelagert werden kann
  • Peter Sur - Diese Sorte wurde bisher nur am Niederrhein (Kreis Wesel) gefunden, ist vermutlich eine sehr alte Sorte.
  • Rheinsches Seidenhemdchen - Ein guter Wirtschafts- und Tafelapfel. Süßsäuerlich
  • Wiensürken - Nur am Niederrhein (Kreis Wesel) vorkommende, vermutlich sehr alte Sorte. Pflegeleicht und gut als Tafel- und Wirtschaftsapfel nutzbar. Schmeckt, süßsäuerlich, leicht fruchtig aromatisch.
Wer ist ein Pomologe?

Die Pomologie beschäftigt sich mit Obstarten und Obstsorten. Ein Pomologe ist ein Experte für die Bestimmung und Beschreibung von Obstsorten. Viele Sorten sind nur durch einen Experten zu bestimmen. Er betrachtet dabei die Wuchsform und das Aussehen des Baumes aber vor allem die Früchte, die Schale, das Fruchtfleisch, das Gehäuse und den Geschmack. Ein Pomologe kann auch Empfehlung von Sorten geben, die für die eigene Streuobstwiese am besten geeignet sind.

https://www.pomologen-verein.de

Was kann ich tun?

Sie besitzen einen Garten, dann könnten sie einen Obstbaum pflanzen. Bei der Sorteauswahl können sie zum einen sich für eine lokale Sorte entscheiden aber auch je nach Größe ihres Gartens auch eine eher kleinwüchsigere Sorte auswählen.

Sie haben einen großen Garten geerbt in dem viele alte Obstbäume stehen, oder sogar eine ganze Streuobstwiese und wissen nicht wohin mit dem ganzen Obst. Es ist in dem Fall wichtig die alten Bäume zu erhalten und regelmäßig mit Pflegeschnitten zu bewirtschaften. Nur dann tragen sie regelmäßig, in der Regel alle zwei Jahre viel, und die Äste brechen nicht unter der Last der Früchte auseinander. Sollte doch mal ein Baum zu alt werden und zerbrechen, ist es sinnvoll frühzeitig junge Bäume nachzupflanzen, da es mehrere Jahre dauert bis diese Bäume Früchte tragen.

Bei großen Obstmengen, was bei ein oder zwei alten großen Bäumen sein kann, kann es sich lohnen den Saft zu einer Mosterei zu bringen oder sich mit Nachbarn, um eine mobile Mosterei zu kümmern.

Fragen hierzu kann ihnen die Biologische Station Naturschutzzentrum Gelderland oder der likk beantworten.

http://www.nz-gelderland.de/

http://www.likk.eu/Projekte/streuobstwiesen.html

Typische Tiere und Pflanzen

Streuobstwiesen bieten Nahrung und Behausung für viele Tierarten: Schon im Frühling während der Obstblüte werden zahlreiche Insekten angelockt: Bienen, Hummeln und Schmetterlinge, die für die Bestäubung sorgen, sowie Wespen, Schlupfwespen und holzbewohnende Käfer. In Streuobstwiesen finden auch alte Bäume Platz, deren Stämme und Äste schon morsch und hohl sind; dadurch bieten sie einer Vielzahl von Tieren Unterschlupf und sind ein wichtiges Wohn- und Bruthabitat wie verschiedene Specht- und Eulenarten. Wenn der Steinkauz auftritt, ist es gelungen eine Streuobstwiese zu entwickeln, die eine sehr hohen ökologischen Wert besitzt. In NRW ist er stark gefährdet.

Admiral (Vanessa atalanta)

Ein weit gereister und weit verbreiteter Schmetterling

Der Admiral gehört zu den Tagfaltern und ist ein Edelfalter, der weite Wanderungen zurücklegt. Ursprünglich zogen die Falter in den Süden nach Nordafrika oder Südeuropa um dort zu überwintern. Heute wandern sie aufgrund der Veränderungen des Klimas im Sommer teilweise bis Skandinavien und überwintern am Oberrhein. Um ihn zu schützen und zu fördern bedarf es vor allem Brennesseln und z.B. Fallobst. Die Schmetterlinge legen ihre Eier auf Brennnesseln ab und Raupen ernähren sich ausschließlich von Brennnesselblättern. Nach der Verpuppung schlüpfen die erwachsenen Schmetterlinge. Diese saugen im Herbst gerne an Brombeeren, Fetthenne oder Wasserdost. Vor der großen Reise im Herbst saugen sie an dem zuckerreichen Fallobst und sammeln damit Energie für den Flug in den Süden.

Weiterführende Links und Broschüren

https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/essen-und-trinken/02534.html

https://www.streuobstwiesen.net/content.php?show=8&selected=14

https://www.pomologen-verein.de/

http://www.likk.eu/Projekte/streuobstwiesen.html

https://streuobst-niederrhein.de/

https://www.streuobstwiesen-nrw.de/start/

Streuobstwiesenschutz